Heizöl News: Zwischenzeitliche Monatstiefs – Markt rundum pessimistisch

31. Juli 2020, Ricarda Altrichter

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Obwohl die Ölpreise heute Morgen wieder fester notieren, sind sie das Ergebnis eines ausnehmend pessimistischen Handelstags. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland und den USA ist empfindlich gesunken, die globalen Covid-Fallzahlen erreichen neue Rekorde.
Der Heizölpreis ist heute gesunken.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • Preissenkung für saudischen Öls, schwache Ölnachfrage, historisch niedrige BIPs, Produktionssteigerung der OPEC+: Nach US-Börsenbeginn fallen Ölpreise auf Monatstiefs
  • Brent bei 43,14 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 364,00 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1892 US-Dollar


Heizölpreis heute

  • Heizölpreis bei 43,51 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 43,51 Cent pro Liter Heizöl. Am Donnerstag lag der Heizölpreis bei 44,83 Cent pro Liter Heizöl.
 

Einflussfaktoren auf den Ölpreis

US-Kongress plant Hilfspaket
Saudi-Arabien prognostiziert höheren Eigenbedarf an Rohöl
Ölnachfrage steigt durch Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen

Konjunktur negativ: BIPs beiderseits des Atlantiks verzeichnen enormen Rückgang
Saudi-Arabien senkt Lieferpreise
Ölmarktexperten korrigieren Ölnachfrageerwartung nach unten
China: Neue Lockdowns, Raffinerien drosseln Auslastung, eingelagertes Rohöl wird exportiert
OPEC+: Produktionssteigerungen im August

Im Englischen spricht man von einem „perfect storm“, wenn viele Faktoren zusammenkommen, die eine negative Situation begünstigen. Der gestrige Handelstag verdient diese Zuschreibung durchaus, da sich bei wirklich allen aktuellen Themen zeigte, in welcher fragilen Lage der Markt derzeit agiert:

Saudi-Arabien hat angekündigt, die Preise für Septemberlieferungen zu senken – ein Signal, das zu keinem schlechteren Zeitpunkt kommen könnte. Denn nicht nur hat die OPEC+Gruppe für August Produktionssteigerungen im Visier, die Nachfrage nach Öl sinkt genauso wie das Wirtschaftswachstum. Der saudische Schritt ist insbesondere eine Reaktion auf den Rückgang chinesischer Käufe. Dort sind die Lager bis zum Rand gefüllt, während die Verarbeitung sinkt.

Zusammen mit schlechten Konjunkturdaten aus Europa und den USA öffneten die US-Börsen gestern tief im Rot und lösten einen allgemeinen Preisrutsch auf, der die Ölpreise zwischenzeitlich auf Monatstief schickte. Das deutsche BIP sowie das US-Pendant sind empfindlich zurückgegangen. In Deutschland wurde das zweite Quartal mit annähernd 12 Prozent weniger abgeschlossen, die Wirtschaftsleistung der USA sank im gleichen Zeitraum sogar um knapp 33 Prozent. Beide Werte werden als beispiellos bezeichnet und zeigen klar, welche Auswirkungen die Pandemie hat. Auch aus dieser Ecke gab es gestern nichts Gutes zu vermelden: Nach einigen Tagen des Rückgangs wurde gestern ein neuer globaler Höchstwert mit 290.000 Neuinfektionen berechnet.

Trotz dieser durch und durch negativen Konstellation gab es gestern keinen Totalabsturz, die Preise waren vielmehr ständig in Bewegung und pendelten im Tagesverlauf deutlich nach oben und unten. Das lässt sich hervorragend an den heutigen Morgenwerten ablesen, die über den gestrigen Schlussnotierungen liegen.

Es ist erst einmal davon auszugehen, dass es auch heute kaum ruhig bleibt, obwohl die gestrigen Impulse bereits eingepreist sein dürften. Die aktuell günstige Preissituation ist daher eine willkommene Gelegenheit, den Tank aufzufüllen und sich von allen weiteren Entwicklungen unabhängig zu machen.

Ölpreise an der Warenterminbörse: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 43,14 US-Dollar. Der Vergleichswert von Donnerstag betrug 43,68 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 42,94 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 364,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Donnerstag lag bei 377,00 US-Dollar, der Schlusspreis bei 360,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 31.07.2020 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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