Gegenreaktion am Ölmarkt, Heizölpreise steigen

Auf den kräftigen Preisverfall zum Wochenstart erfolgte noch in Laufe des Montags die übliche Gegenreaktion am Ölmarkt. Die Ölpreise bewegten sich wieder aufwärts. Der Eurokurs gab auch weiter nach, sodass die Heizölpreise heute wieder steigen werden. Dies sollte aber aller Vorrausicht nach kein Signal für eine langfristige Trendwende sein.

Nachdem die Ölpreise  seit letzter Woche massive Verluste von über zehn Prozent verzeichneten, erfolgte jetzt die übliche Korrekturbewegung. Händler die auf fallende Preise setzten und in der Folge mehr Ware verkauft als zugekauft haben, waren bestrebt die Lücke zu schließen. Die Notierungen verließen das 5-Jahrestiefs vom frühen Morgen und gingen schlussendlich mit Kursgewinnen aus dem Handel.

Die Aufwärtsbewegung wird aller Voraussicht nach nur kurzfristig anhalten. Der Ölmarkt bleibt mittelfristig überversorgt. Langfristig beginnen die beteiligten Unternehmen sich auf diese Situation einzustellen. Die Ölindustrie hinterfragt zukünftige Projekte hinsichtlich der Rentabilität bei einem niedrigeren Ölpreisniveau als bisher kalkuliert. Das Wachstum des Ölangebotes wird sich dadurch perspektivisch verlangsamen. Allerdings werden laufenden Projekte in der Regel noch abgeschlossen, sodass sich der Effekt erst langfristig auf das Ölangebot auswirken sollte.

Dass die Heizölpreise heute deutlich steigen werden, liegt auch am Eurokurs. Der Eurokurs fiel gegenüber dem US-Dollar unter die 1,24iger Marke. Aus dem Handel hieß es, dass einige Reden von US Notenbankern den Dollarkurs momentan stützen. Eigentlich zeigten sich alle „Öl-Währungen“ zuletzt eher geschwächt. Die norwegische Krone oder der russische Rubel verbuchten wegen der massiv eingebrochenen Ölpreise deutliche Verluste.

Der Euro kann angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Schwäche der Eurozone nicht davon profitieren. Die jüngsten Inflationsdaten lagen zudem weit unter den angestrebten zwei Prozent. Während man in den USA schon auf den Zeitpunkt für erste Zinserhöhungen spekuliert, wird in Europa mit weiteren geldpolitischen Maßnahmen seitens der EZB gerechnet.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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