US-Ölbestände auf neuem Rekordhoch

2. Mai 2014

Die amerikanischen Rohölbestände sind auf ein neues Rekordniveau gestiegen und befinden sich auf dem höchsten Stand seit 1931. Das mehr als ausreichende Öl-Angebot bleibt damit ein Faktor, der die Ölpreise sinken lässt. Jedoch verhindert der Ukraine-Konflikt weiterhin eine deutlichere Preiskorrektur. Die Heizölpreise werden trotzdem etwas niedriger in den Handel starten.

Die am Mittwoch veröffentlichten Ölbestandsdaten der USA sorgten auch am gestrigen Feiertag für sinkende Notierungen an den Ölbörsen. Das Handelsvolumen war aber aufgrund des Feiertages in mehreren europäischen Ländern recht gering. Neben den Ölvorräten sind auch die Raffinerieauslastung und die Produktbestände in den USA weiter angestiegen.

Die Nachfrageseite spräche auch für sinkende Ölpreise. Das amerikanische Wirtschaftswachstum im ersten Quartal dieses Jahres viel mit 0,1 Prozent enttäuschend aus. Der Einfluss des harten Winters muss dabei aber berücksichtigt werden. Für Russland rechnet der IWF aufgrund der Sanktionen mit einer Rezession. Damit verbunden wäre ein nachlassender Ölverbrauch. Die überschüssigen Mengen könnten dann in den Export gelangen und damit die Ölpreise weiter belasten.

Demgegenüber steht aber die Sorge der Marktteilnehmer, dass die Lage in der Ukraine die Spannungen zwischen Russland und dem Westen weiter erhöht. Die Gefahr weiterer Sanktionen, die die Energieexporte Russlands beeinträchtigen könnten, verhindert ein Absinken der im Ölpreis enthaltenen Risikoprämie für den Konflikt. Daher rechnen wir nicht damit, dass die Heizölpreise nachhaltig sinken werden, solange sich die Situation in und um die Ukraine nicht in eine positive Richtung entwickelt.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?