Ölpreise mit sinkender Tendenz

Richtungsweisende Bewegungen fehlten an den Ölbörsen gestern größtenteils. Dennoch zeigt der Ölpreis im Vergleich zur Vorwoche eine sinkende Tendenz. Der Heizölpreis bleibt stabil auf verhältnismäßig hohem Niveau. Auch der Euro zeigt kaum Bewegung und hält den Kurs vom Vortag. Marktteilnehmer warten heute auf die offiziellen Öl-Bestandsdaten aus den USA.

An den Warenterminbörsen blieb das Handelsvolumen eher gering, was zu sichtlich reduzierten Preisbewegungen führte. Sollten sich die geopolitischen Situationen in den Krisenherden Irak und Ukraine nicht deutlich verschlechtern, werde es kurzfristig nicht zu starken Preisaufschlägen beim Rohöl kommen. Marktteilnehmer warten unterdessen auf die wöchentlichen US-Ölbestandsdaten vom Department of Energy. Vor Veröffentlichung der offiziellen Daten werden die Marktbewegungen eher gering erwartet.

Die Vorabveröffentlichung der US-Bestandsdaten zeigte Abbauten beim Rohöl und Benzin, wohingegen die Bestände von Destillaten, also Heizöl und Diesel, deutlich gestiegen sein sollen. Die vorläufigen Daten wurden eher mit einem preissteigernden Einfluss bewertet, da die Bestands-Abbauten beim Benzin auf eine gestiegene Nachfrage hindeuten.

In den USA hat die Hurrikansaison begonnen. Ein Tiefdruckgebiet vor der Küste Floridas wird sich zum ersten Hurrikan des Jahres entwickeln, vermuten Meteorologen. Es wird mit starken Seegang und hohen Windgeschwindigkeiten gerechnet, was das Verladen von Öl an der Ostküste stark beeinträchtigen könnte. Das der Tropensturm sich auf das Festland ausbreitet bleibt zunächst unwahrscheinlich.

Analysten sehen den Markt trotzdem in einem Abwärtstrend. Die Ölpreise haben in der vergangenen Woche ihr vorläufiges Hoch erreicht und sinken seitdem sukzessive. Das lag insbesondere daran, dass die Risikoprämie für den Irak-Konflikt verringert wurde, da es bisher nicht zu signifikanten Lieferausfällen gekommen ist. Da sich der Konflikt aber immer noch auf die Ölförderanlagen des Landes ausdehnen könnte, wird das Risiko auch nicht komplett ausgepreist werden.

Neben der Entwicklung im Irak bleibt auch die Ukraine für die weitere Entwicklung der Heizölpreise von großer Bedeutung. Eine Ausweitung der Sanktionen gegenüber Russland wird als Drohkulisse aufrecht erhalten. Da diese dann auch den Energiesektor betreffen könnte, bleibt der Einfluss auf das Niveau der Ölpreise bestehen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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