Heizölpreise bleiben im Abwärtstrend, Warten auf EZB Entscheidung

4. Juni 2014

Die Einflüsse auf die Ölpreise sind derzeit gering und halten diese auf konstantem Niveau. Der Euro konnte in Bezug auf den US-Dollar gestern leicht zulegen, was erneut zu leicht sinkenden Heizölpreisen führt. Anleger warten auf die morgige Zins-Entscheidung der EZB und rechnen mit einer erneuten Leitzinssenkung.

Einschlagende Markteinflüsse, die den Öl-Notierungen neue richtungsweisende Impulse geben könnten, gibt es zurzeit nicht. An der Warenterminbörse ICE in London fielen die Preise für die europäische Referenzsorte Brent, nicht zuletzt wegen der politischen Entspannung zwischen Russland und der Ukraine. Händler senken hier seit Beginn der Woche die im Ölpreis enthaltene  Risikoprämie für den Konflikt.

Aus den USA werden neuen Öl-Bestandsdaten erwartet. Das American Petroleum Institute (API) veröffentlichte gestern erste Bestandsdaten. Die für den Handel relevanten Daten sind morgen vom Department of Energy (DOE) zu erwarten. Es wird mit weiteren Abbauten der Rohölbestände gerechnet.

Die WTI Vorräte im Hauptumschlagsplatz Cushing, Oklahoma sollen sich damit dem operativen Bestandsminimum nähern. Dadurch wird WTI vermutlich teurer und der Abstand zu Brent geringer. Beim Benzin werden Bestandsaufbauten vermutet, da Raffinerien auf hoher Auslastung laufen um die steigende Nachfrage in den Sommermonaten zu befriedigen. Die gestrige Version der Öl-Bestandsdaten aus den USA hatten keinen Einfluss auf die Ölpreise an den Warenterminbörsen in London und New York.

In Nordamerika hat die Hurrikan Saison begonnen. Wetterdienste meldeten ein Tiefdruck-Gebiet, das Potenzial hätte sich zum Hurrikan zu entwickeln. Meteorologen gingen zunächst davon aus, dass dieses stark an Intensität zunehmen könnte und Richtung der Öl-Anlagen im Golf von Mexiko und nach Florida wandern würde. Marktteilnehmer beobachten die Situation. Einfluss auf die Ölpreise gab bisher noch nicht.

Die Heizölpreise fallen den dritten Tag in Folge und nähern sich den Tiefstständen dieses Jahres weiter an. Richtungsweisend wird die morgige Zins-Entscheidung der EZB sein. Sollte der Euro fallen, werden wir die Tiefststände wohl nicht erreichen. Anderenfalls ist noch Luft nach unten.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?