Ölüberversorgung steigt weiter, Heizölpreise sinken stark

Nachdem sich die Ölpreise am gestrigen Tag etwas stabilisierten, ist heute wieder ein Preisabfall zu verzeichnen. Der Grund dafür liegt in der immer stärker zunehmenden Überversorgung am Ölmarkt. So gibt es erste Berichte, dass neben dem Irak auch Libyen seine Produktion erhöhen will. Heute führt das zu einem deutlich sinkenden Heizölpreis.

Auf diesem überfüllten Markt versucht Saudi-Arabien mit einem Preiskrieg weiter Marktanteile zu verteidigen. So werden die Preise für Januarlieferungen nach Asien auf den tiefsten Stand seit 14 Jahren gesenkt. Auch die Verkaufspreise in die USA werden reduziert. Eine solche Preissenkung wäre nicht sinnvoll, wenn die Produktionsmenge gekürzt würde.

Ergänzend zu der angekündigten erhöhten Produktion des Iraks ab Januar, gibt es nun auch erste Meldungen, dass Libyen seine Produktion erhöht. Wegen einer Pipelineblockade wurde ein Ölfeld mehrere Wochen stilgelegt. Nun soll dieses jedoch wieder in Betrieb genommen werden. Diese Tatsache kombiniert mit der saudischen Ölpolitik wird wohl dazu führen, dass sich die überversorgte Marktlage im kommenden Jahr nochmal verstärkt.

Aus diesen Gründen gehen mittlerweile auch mehrere Analysten davon aus, dass sich der Ölpreis mit Abnahme der Raffinerieauslastung im Januar deutlich abwärts bewegen könnte. Dabei wird häufig die 60 Dollarmarke genannt. Einige Analysten gehen sogar weiter und prognostizieren, dass die Preise im kommenden Jahr  in Richtung der 50 Dollar-Grenze sinken.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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