Ölpreise trotz Ukraine mit weicher Tendenz

Die Ölpreise behalten grundsätzlich die weiche, also nach unten gerichtete Tendenz bei. Neben den amerikanischen Rekord-Ölbeständen sprechen auch die unerwartet schlechten chinesischen Konjunkturdaten für ein mehr als ausgewogenes Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage am Ölmarkt. Die Heizölpreise werden auch in dieser Woche leicht sinkend erwartet, solange sich die Situation in der und um die Ukraine nicht dramatisch verschlechtert.

Der Ukraine-Konflikt bleibt der Unsicherheitsfaktor am Ölmarkt. Gerade vor Handelspausen wie Wochenenden oder Feiertagen sichern sich Händler durch strategische Käufe gegen steigende Preise ab und stützen so das Niveau der Ölpreise. Danach folgt meist die Abwärtsbewegung, wenn diese Positionen durch Verkäufe aufgelöst werden.

Die Lage in der Ukraine selbst hat sich anscheinend weiter verschlechtert. Der Konflikt zwischen pro-russischen und pro-ukrainischen Aktivisten hat jetzt auch den Süden des Landes erreicht. Immer wieder wird über Gefechte und Tote auf beiden Seiten berichtet. Einzig positiv in dem Zusammenhang wird die Zurückhaltung Russlands bewertet. Trotz der anhaltenden Offensive des ukrainischen Militärs hat Russland nicht wieder mit einem militärischen Einschreiten gedroht.

Momentan spricht einiges für sinkende Öl- und Heizölpreise, allerdings nur solange sich der Ton zwischen dem Westen und Russland nicht wieder verschärft.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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