Libyen will Ölexporte ankurbeln, Versorgungslage weiterhin komfortabel

Die zum Anfang der Woche einsetzende Abwärtsbewegung der Ölpreise scheint vorerst weiterzugehen. Libyen soll planen noch diese Woche die Rohölexporte voranzutreiben. Sollte dies gelingen, würde sich die ohnehin schon komfortable Versorgungslage noch weiter verbessern. Das Preisniveau für die Rohölsorte Brent sinkt aktuell auf ein 4-Monatstief. Auch die Heizölpreise geben trotz des schwächelnden Euros weiter nach.

Etwas ausgebremst wurden die sinkenden Ölpreise unter anderem durch die vom American Petroleum Institut (API) veröffentlichte Vorabschätzung der US-Ölbestandsdaten, nach der die Rohöl- und Produktbestände stärker abgenommen haben sollen als zuvor erwartet. Marktteilnehmer warten nun wie üblich auf die offiziellen Daten des Department of Energy (DOE) ab, die heute Nachmittag veröffentlicht werden.

Die jüngst veröffentlichten Konjunkturdaten aus Europa fielen eher enttäuschend aus. Dagegen kommen aus den USA Zahlen, die für eine positive Konjunkturentwicklung sprechen. Dadurch fiel die Gemeinschaftswährung auf ein neues 9-Monatstief. Der Eurokurs liegt momentan bei 1,3371 US-Dollar. Wegen der gesunkenen Preise für Rohöl, konnte eine Preissteigerung beim Heizöl jedoch verhindert werden.

Libyens National Oil Corporation (NOC) möchte den überfüllten Tanklagern mit Ankurbelung der Exporte ein Ende setzten. Momentan fehlen Abnehmer für das libysche Öl, weshalb die Produktion teilweise gedrosselt werden musste, weil entsprechende Lagerkapazitäten fehlen. Bereits diese Woche sollen erste Exporte in den Häfen Es Sider und Ras Lanuf laufen. Sollte die Umsetzung erfolgreich sein, würde die Produktion verstärkt werden können.

Die komfortable globale Versorgungslage bestimmt weiterhin das Ölpreisniveau. Trotz der bestehenden geopolitischen Risiken und dem schwachen Eurokurs, sinken die inländischen Heizölpreise.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise