Lage in der Ukraine verhindert weiter sinkende Öl- und Heizölpreise

Die Erwartung der Rückkehr libyscher Ölexporte hat die Öl- und Heizölpreise gestern sinken lassen und sorgt perspektivisch auch für weiteres Abwärtspotenzial. Gestützt werden die Ölpreise momentan wieder durch die Lage in der Ukraine. Der Konflikt im Osten des Landes eskaliert zunehmend. Für heute rechnen wir vorerst mit wenig Bewegung bei den Preisen für Heizöl.

Die Lage in der Ukraine rückt wieder in den Fokus der Händler. Im Osten der Ukraine setzen sich Pro-russische Gruppen für eine Unabhängigkeit ein und besetzen regionale Regierungsgebäude. Sollte die Lage weiter eskalieren, wäre auch ein militärischer Konflikt mit Russland nicht auszuschließen. Auswirkungen auf die europäische Energieversorgung wären dann sehr wahrscheinlich, da ein Großteil der russischen Gaslieferungen über die Ukraine verlaufen. Der Konflikt bleibt damit eines der großen Themen am Ölmarkt und könnte sich auch wieder in einer steigenden Risikoprämie im Ölpreis bemerkbar machen.

n Libyen haben die Rebellen die Ölverladehäfen Hariga und Zueitina an die Regierung übergeben. Bisher wird jedoch noch kein Öl exportiert. Erste Exporte werden in den erst in den nächsten Tagen erwartet. Perspektivisch besteht dann die Hoffnung, dass auch die größeren
In Libyen ist die Übergabe der Ölterminals in Hariga und Zueitina zwar erfolgt, allerdings haben beide Häfen ihre Arbeit bisher noch nicht wieder aufgenommen. Vermutlich wird dies nun innerhalb der nächsten Tage geschehen, während man darauf hofft, dass die größeren Häfen Es Sider und Ras Lanuf folgen könnten. Diese haben fast die dreifache Verladekapazität und damit mehr Potenzial, die europäische Versorgungslage positiv zu beeinflussen.

Der Euro zeigt sich weiter stabil und tendiert momentan wieder nach oben. Gestützt wird der Eurokurs durch robuste Daten zur deutschen und spanischen Industrieproduktion. Viel Potenzial nach oben besteht allerdings nach Einschätzung von Analysten momentan nicht. Im weiteren Handelsverlauf werden kaum Konjunkturdaten veröffentlicht und die Diskussion innerhalb der EZB über ein zukünftiges Programm zum Anleihenkauf bleibt ein Thema, dass den Eurokurs belasten könnte.

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