Ukraine-Referendum stützt Ölpreise

12. Mai 2014

Die Händler am Ölmarkt sind vor allem wegen der Ukraine besorgt, was den Ölpreisen wieder etwas Auftrieb gibt. Jetzt wird auf die Reaktionen auf das gestrige Referendum im Osten der Ukraine gewartet. Daneben bleibt auch der Euro nach den belastenden Aussagen von EZB Präsident Draghi unter Druck. Die Heizölpreise starten vorerst kaum verändert in die neue Woche, könnten aber im Verlaufe des Tages wieder steigen.

Am Sonntag wurde in der Ostukraine wurde ein Referendum über die Abspaltung in den Regionen Donezk und Lugansk abgehalten. Die separatistischen Kräfte widersetzten sich mit der Durchführung den Protesten der ukrainischen Regierung und des Westen, aber auch der Aufforderung Russlands das Referendum zu verschieben.

Laut Angaben der Separatisten sei eine Mehrheit von 90 Prozent der Wähler für die Abspaltung gewesen, wobei die Wahlbeteiligung bei 70 Prozent gelegen hätte. Sowohl die ukrainische Regierung als auch der Westen stellten unverzüglich klar, dass es sich nicht um eine demokratisch legitimierte Wahl gehandelt habe und man das Referendum deshalb nicht anerkennen werde.

Abzuwarten bleibt die Reaktion Russlands. Bisher erklärte die russische Regierung, dass man das Ergebnis erst analysieren müsse und dann erst Stellung dazu beziehen könne. Falls Russland das Ergebnis anerkennt und den betroffenen Regionen einen Anschluss an Russland in Aussicht stellen sollte, gilt eine Verschärfung der Sanktionen gegenüber Russland als seht wahrscheinlich. Diese könnten dann neben Einzelpersonen auch Unternehmen betreffen. Damit kann momentan auch nicht ausgeschlossen werden, dass russische Energielieferungen Richtung Europa beeinträchtigt werden, was den Ölpreisen wieder Auftrieb gibt.

Für die inländische Heizölpreisentwicklung wird noch entscheidender sein, wie sich der Eurokurs im Laufe der Woche entwickelt. Aussagen des EZB Präsidenten Draghi vom letzten Donnerstag schickten den Euro auf Talfahrt. Draghi hatte eine weitere Lockerung der Geldpolitik für Juni signalisiert. Aktuell hält sich der Euro Wechselkurs bei 1,3765 US-Dollar, zwei Cent weniger als letzten Mittwoch und niedrigster Stand seit über einem Monat.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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