Ölpreis durch gesunkene Nachfrageprognose auf 13-Monatstief gefallen

13. August 2014

Gestern veröffentlichten die IEA, und die EIA ihre Einschätzungen zur Nachfrageentwicklung auf dem Ölmarkt. Die Ergebnisse bestätigten, dass der Ölmarkt überversorgt ist. Diese Bestätigung der Erwartungen erhöhte den Verkaufsdruck an den Ölbörsen und ließ die Ölpreise deutlich sinken. Die europäische Rohölsorte Brent sank damit auf ein 13-Monatstief. Der Eurokurs hat sich imergleich zum Vortag leicht erholt, konnte die 1,34 US-Dollar-Marke bisher aber nicht überwinden.

Marktteilnehmer hatten bereits vermutet, dass die globale Nachfrage nach unten prognostiziert werden würde. Dass die Versorgungslage mehr als nur gut ist, war bis zu Veröffentlichung der Monatsberichte gestern kein Geheimnis. Durch die Bestätigung dieser Erwartungen rutschten die Ölpreise aber noch einmal kräftig nach unten und erreichten den niedrigsten Stand seit über einem Jahr.

Den Berichten zufolge soll besonders in den Schwellen- und Entwicklungsländern die Nachfrage rückläufig sein. Außerdem wirkt sich der Konflikt zwischen Russland und der EU/USA mit den gegenseitig verhängten Sanktionen schlecht auf das Wirtschaftswachstum dieser Länder aus. Das beeinflusst auf kurz oder lang auch die Öl- bzw. Energie- Nachfrage negativ.

Aufgrund der neu gebildeten Regierung hofft man im Irak, dass die Situation in absehbarer Zeit unter Kontrolle gebracht wird. Die Angst Iraks Ölproduktion könnte durch die Terrorgruppe „IS“ in Gefahr sein schwindet demnach immer weiter.

Da die Versorgungslage diese Woche stärker im Mittelpunkt steht, sind die geopolitischen Risiken, die vor allem von den Konflikten in der Ukraine, dem Irak und Libyen ausgehen, eher in den Hintergrund gerückt.

Bei den Heizölpreisen ist heute mit deutlichen Abschlägen zu rechnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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