Steigende Öl- und Heizölpreise durch anhaltende Kälte in den USA

Die Ölpreise tendieren momentan weiter aufwärts. Stützend wirken dabei die anhaltende Kälte in den USA sowie Produktionsausfälle im Südsudan und Libyen. Der Preis für Heizöl wird heute wieder etwas steigen.

Im Nordosten der USA stehen Schnee und Eis weiter auf der Tagesordnung. Momentan steigen die Temperaturen zwar etwas, aber bereits Anfang der nächsten Woche wird eine weitere Kältewelle prognostiziert. Die Versorgungslage beim Heizöl wird sich daher nicht verbessern. Zusätzlich stehen bei den Raffinerie Wartungsarbeiten an, wodurch die Produktion von Heizöl, Diesel und Benzin weiter sinken wird.

US Händler schauen sich jetzt genau an, wie Gasöl, das Ausgangsprodukt für Heizöl und Diesel, am günstigsten erworben werden kann. Steigt der Preis auf dem amerikanischen Markt zu stark, werden Gasöl-Mengen per Tanker aus Europa importiert. Die europäischen Gasölpreise legten gestern dann  auch deutlich zu, während das Preisniveau an der NYMEX in New York weitgehend konstant blieb.

Auch die geopolitische Lage bereitet dem Ölmarkt aktuell wieder Sorgen. Neben den neuen Protesten und Produktionsausfällen in Libyen, rückt nun auch der Südsudan in den Fokus. Neu ist, dass die Unruhen in dem jungen Staat auch die bislang verschonte Ölindustrie treffen. Die Ölförderung und der Export haben sich jetzt aber drastisch reduziert.

Dass die Heizölpreise nur geringfügig steigen ist dem stabil hohen Eurokurs zu verdanken. Gleichzeitig begünstigt der im Vergleich zum Euro schwächelnde Dollarkurs einen Anstieg der Ölpreise. Das in Dollar gehandelte Öl wird für ausländische Investoren durch die Dollarschwäche günstiger.

Insgesamt überwiegen zurzeit die preistreibenden Einflüsse am Ölmarkt. Wir rechnen nicht mit einem Rückgang der inländischen Heizölpreise.

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