Weitere Sanktionen gegen Russland erwartet, Ölpreise steigen

Preissteigende Einflussfaktoren überwiegen aktuell und sorgen bei den Ölnotierungen für feste Tendenzen. Stützend wirkten sich die Ankündigungen neuer Sanktionen gegen Russland und eine gesunkene Ölproduktion in Libyen aus. Der Euro-Dollar Wechselkurs sank auf ein 8-Monatstief und liegt bei 1,3473 US-Dollar. Der Heizölpreis wird steigend erwartet.

Die instabile Sicherheitslage in Libyen sorgt weiterhin für Produktions- und Exportausfälle. Solange sich die Lage nicht verbessert, werden sich Marktteilnehmer beim Kauf libyschen Rohöls vermutlich weiter zurückhalten. Durch die ausbleibenden Exporte kommt es an den Ölterminals zunehmend zu überlasteten Lagerkapazitäten.

Beobachter warten heute auf die Bekanntgabe der erweiterten Sanktionen der EU gegenüber Russland. Günther Oettinger, EU Energiekommissar, gibt bekannt, dass es keine direkte Auswirkung auf die Öl- und Gasförderung in Russland geben werde. Es wird jedoch beabsichtigt, den Ausbau dieser Förderanlagen zu behindern, indem finanzielle und technologische Unterstützungen eingestellt werden sollen.

Die aktuellen US Ölbestandsdaten zeigen, dass es zu deutlichen Abbauten, vor allem beim amerikanischen WTI Rohöl gekommen ist. In Cushing, Oklahoma, wurde eine wichtige Grenze des Rohölbestandes bereits unterschritten, ab der Experten mit Lieferengpässen rechnen. Beobachter vermuten, dass es Zusammenhänge mit den Lockerungen bezüglich der Ölexporte aus den USA gibt.

Momentan überwiegen eher die negativen Nachrichten. Im Irak belasten die Kämpfe nun auch die Ölindustrie. Der Abschuss zweier ukrainischer Kampfflugzeuge und der Beschuss eines libyschen Öltankers durch Milizen lassen befürchten, dass sich die Situation in den Krisenherden weiter verschlechtert. Kurzfristig ist daher nicht mit signifikanten Preissenkungen beim Heizöl zu rechnen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise