Heizölpreise steigen, schwacher Euro und Benzinknappheit in USA

26. September 2014

Die globale Versorgungslage bleibt unverändert komfortabel, allerdings herrscht in einigen Regionen der USA eine geringere Verfügbarkeit von Benzin. Dies sorgt momentan für leichte Aufwärtsbewegungen beim gesamten Ölkomplex. Gleichzeitig bleibt der Euro unter Druck, sodass die Heizölpreise heute erneut steigend erwartet werden.

Ein größerer Einfluss auf die globalen Ölpreise kommt momentan von den amerikanischen Benzinvorräten. Diese sind in einigen Regionen massiv zurück gegangen, es wird zum Teil von einer Knappheit gesprochen. Einerseits wird viel Benzin exportiert, da die Gewinnmargen recht hoch sind. Andererseits sorgen auch Wartungsarbeiten an Raffinerien für Einschnitte auf der Angebotsseite. Analysten rechnen hier allerdings mit vorangig kurzfristigen Effekten auf die Ölpreise.

Die größere Gefahr für steigende Heizölpreise kommt vom Euro. Aktuell befindet sich der Euro knapp über der 1,27 US-Dollar Marke, fast 10 Cent weniger als noch vor wenigen Monaten. Aber vor allem die Perspektive kann sorgen bereiten. Einige Banken und Analysten prognostizieren die Parität zum Dollar, spätestens im nächsten Jahr. Selbst bei einer günstigen Ölpreis-Prognose würde Heizöl erheblich teurer werden.

Am Devisenmarkt schaut man heute auf die neuesten Daten zur konjunkturellen Entwicklung in den USA. Robuste Wirtschaftsdaten aus Amerika würden den Euro weiter belasten, da die konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone weiter schwächelt. Gibt der Euro nach, führt das in der Regel zu Aufschlägen beim Heizölpreis, da Rohöl und Ölprodukte auf dem Weltmarkt in Dollar gehandelt werden.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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