Kaum Bewegung bei den Ölpreisen

Die Ölpreise blieben über die Feiertage weitgehend konstant. Das Handelsvolumen an den großen Warenterminbörsen in London und New York blieb erwartungsgemäß gering. Trotzdem starten die Heizölpreise mit leichten Abschlägen in die letzten Tage des alten Jahres.

Vor dem neuen Jahr sind keine großen Preissprünge mehr zu erwarten. Aktuell befinden sich die meisten Öl-Notierungen nahe ihrer Langzeit-Tiefststände. ICE Gasöl erreichte über die Feiertage sogar ein neues 5-Jahrestief. Auslöser waren dabei wohl die offiziellen US-Ölbestandsdaten vom Mittwoch. Sowohl die Rohöl- als auch die Produktbestände haben zugenommen. Diese Meldung wirkt aufgrund der Feiertage langsam nach.

Entgegengesetzt wirkt die Nachrichtenlage rund um Libyen. Die Kämpfe zwischen Regierung und Opposition weiten sich aus und aktuell brennen Tankläger am größten Ölverladehafen des Landes. Die äußerst instabile Lage lässt nicht auf eine baldige Rückkehr des Landes als Öllieferant hoffen.

Allerdings fällt dies momentan angesichts der überversorgten Marktlage weniger ins Gewicht. Für den Januar rechnet man traditionell mit einer deutlich geringeren Ölnachfrage. Auf der Angebotsseite kompensiert das Produktionswachstum im Irak und den USA den Ausfall der libyschen Öllieferungen.

Der Heizölpreis wird aller Voraussicht nach bis ins neue Jahr auf günstigem Niveau verharren. Und das trotzdessen der Euro seit Mitte Dezember fast drei Cent gegenüber dem US-Dollar verloren hat.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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