Eurokurs fällt, Heizölpreis steigt

30. September 2014

Auch heute sorgt der fallende Eurokurs für steigende Heizölpreise. Die Ölpreise bewegen sich dagegen kaum. Stützend wirkt sich weiterhin die regionale Knappheit von Benzin in den USA aus, dagegen stehen die überversorgte weltweite Marktlage und schwache Konjunkturdaten aus der Eurozone und China.

Am heutigen Dienstag stehen die neuen Inflationsdaten aus der Eurozone im Mittelpunkt. Sollte sich die Teuerungsrate weiter vom angestrebten Zwei-Prozent-Ziel entfernen, könnte der Druck auf die EZB wachsen, die Geldpolitik weiter zu lockern.

Die Europäische Zentralbank hat seit Juni aufgrund des schwachen Wachstums und der zuletzt weiter gesunkenen Inflationsrate die Geldpolitik bereits zweimal gelockert. Sollte sich die Situation nicht verbessern, schloss EZB Chef Draghi als letztes Mittel den umfangreichen Ankauf von Wertpapieren nicht aus. Die jüngste Talfahrt des Euro zeigt bereits, dass dies am Markt bereits einkalkuliert.

Der feste Dollar verteuert aber auch das Rohöl für Investoren außerhalb der USA und verringert dadurch die Kauflaune für die europäische Referenzsorte Brent. Der Preisunterschied zum amerikanischen WTI Öl verringerte sich jetzt auf unter drei Dollar. Anfang des Jahres lag der Brent-WTI-Spread noch weit über zehn Dollar.

In dieser Woche haben das Ergebnis der EZB Zinssitzung am Donnerstag und die Veröffentlichung der US Arbeitsmarktdaten am Freitag das größte Potenzial, die Heizölpreise richtungsweisend zu beeinflussen. Im ungünstigsten Fall entwickelt stehen sich eine Ausweitun der expansiven Geldpolitik in Europa und ein robustes Wachstum des amerikanischen Arbeitsmarktes gegenüber. Dies würde den Euro vermutlich weiter schwächen und die Heizölpreise tendenziell steigen lassen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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