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Heizölpreis steigt zur Wochenmitte leicht an

17. April 2019, Peter Dudda

Heizölpreis steigt am Mittwoch leicht an 17.04.19

Zuerst holten sich die Ölmärkte positive Impulse aus den Aktienmärkten, dann lieferte der API-Bericht zu den US-Ölbeständen neue Argumente für weitere Preisanstiege. Trotz stabilen Euros ist Heizöl heute etwas teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • API meldet Abbauten bei Rohöl und Benzin
  • EU-Konjunktur hellt Stimmung an Märkten weiter auf
  • Russische Ölunternehmen schüren Zweifel an weiterer OPEC+Kürzungsrunde
  • Brent bei 72,01 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 638,75 US-Dollar
  • Euro bei 1,1309 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 70,51 Euro / 100L
     

 Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Weitere US-Sanktionen für Venezuela und Iran
Offene Kämpfe in Libyen
Sichtbare Aufhellung der Konjunkturstimmung
OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres beschlossen
Vorerst keine neuen US-Strafzölle gegen China
China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

IEA: OPEC wird Ölmarktanteile an USA abtreten müssen
Investitionen in US-Ölindustrie sinken

Russland deutet Produktionssteigerung an
Kanada und Brasilien fördern wieder mehr Öl
OPEC-Prognose: Öl-Förderung von Nicht-OPEC-Förderern steigt
USA fördern auf Rekordniveau und nähern sich Energieunabhängigkeit

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 72,01 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 71,18 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 71,72 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 638,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 629,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 633,50 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 17.04.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Zunächst sah es so aus, als würde der gestrige Handelstag ebenso unentschieden verlaufen wie die Tage zuvor. Doch mit positiven Konjunkturdaten aus der EU holten sich die Aktienmärkte einen Kaufschwung, der wenig später auch auf die Ölmärkte übergriff. Mit den gesunkenen Rohölbeständen und weniger Benzin in den Lagern lieferte in der Nacht der API-Bericht die richtigen Begründungen für weitere Preisanstiege. Insbesondere Gasoil, das an der europäischen Börse ICE gehandelt wird, zog deutlich an – und lieferte damit die Hauptbegründung für den Preisanstieg bei Heizöl.

Auch viel beachtete Äußerungen eines russischen Ölunternehmens, die die Unlust des Nicht-OPEC-Staates an einer weiteren Verlängerung des Kürzungsdeals unterstrichen, änderten nichts an der grundsätzlichen Marktkonstellation.

Diese ist heute offensichtlich teurer und daher für Heizölkäufer wenig günstig. Allerdings ist damit zu rechnen, dass es zu weiteren Anstiegen kommen kann. Deswegen ist es wie immer die wirtschaftlichste Entscheidung, sich von allen weiteren Entwicklungen unabhängig zu machen.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1309 US-Dollar, am Dienstag waren es 1,1305 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Dienstag wurde ebenfalls bei 1,1305 US-Dollar festgesetzt.

Stabilität war in letzter Zeit keine Normalität für den Eurokurs, doch seit einigen Tagen verändert er sich kaum. Gestern lieferten positive Stimmungsindikatoren aus Deutschland zumindest Argumente, dass der aktuelle Notierungsstand „gerechtfertigt“ ist. Die Anleger nutzten diese Werte für eine allgemeine Kaufstimmung, die sich auch auf die Ölnotierungen auswirkte.

Dass der Euro selbst davon nur wenig profitiert, liegt hauptsächlich an der weiterhin stabilen Übermacht des Dollars – und der weiteren Unsicherheit im politischen Europa. Die Verschiebung des Brexit-Termins hält zumindest das Bild eines geeinten Europas vorerst aufrecht – auch wenn dies nur ein Schlaglicht ist.

Zudem ist der Dollar eine konstante sichere Bank für Investoren – einen Status, den der Euro noch nie hatte.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • API-Daten liefern Gegenteiliges zu den Markterwartungen
Die API-Daten im Überblick

API-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-16-170419 // Alle Angaben ohne Gewähr

Noch gestern berichteten wir davon, dass die Destillate in den Lagern immer weniger werden und zu einem Angebotsdruck in der Mitte des Jahres beitragen könnten. Dieses Bild lieferte der API-Bericht zu den US-Ölbeständen gestern nicht. Allerdings waren die Bestandsaufbauten bei den Destillaten weniger relevant als die deutlichen Abbauten bei Rohöl und Benzin.

Einerseits kann dafür die höhere Raffinerieauslastung in Vorbereitung auf die Sommernachfrage verantwortlich gemacht werden. Andererseits gehen Anleger davon aus, dass bisher behinderte Im- und Exporte durch einen gesperrten Schiffskanal nach der Aufhebung der Sperre nun nachgeholt wurden.

Eine Bestätigung oder Widerlegung dieser Annahme wird es wie immer erst heute Nachmittag geben, wenn der Bericht des DOE detaillierte Informationen zu den Im- und Exporten, aber auch zur Nachfrageentwicklung auf dem US-Markt liefert.

Dennoch bestätigte der API-Bericht die Annahme, dass die US-Ölindustrie auf eine möglicherweise rege Abnehmerschaft trifft. Dementsprechend waren die API-Daten auch der größte Anschub für die Ölpreise.
 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 70,51 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag waren es 70,49 Cent.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

     Peter Dudda - Autor
            

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