Leitzins auf Rekordtief, Heizölpreise ziehen stark an

Die gestern veröffentlichten Zahlen des Department of Energy (DOE) stützten die Ölpreise insgesamt leicht. Nach der überraschenden Entscheidung der EZB den Leitzins zu senken, zogen die Öl-Notierungen weiter an. Der Euro fiel nach der Entscheidung auf 1,2923 US-Dollar, den tiefsten Stand seit über 13 Monaten. Marktteilnehmer warten heute das Treffen ab, bei dem die Waffenruhe in der Ukraine entschieden werden soll.

Obwohl der gestrige Handelstag mit nachgebenden Preisen endete, starten wir heute mit deutlich anziehenden Heizölpreisen in den Tag. Grund dafür ist der aktuell sehr schwache Euro, welcher den tiefsten Stand seit über einem Jahr erreicht hat. Durch die Entscheidung der EZB den Leitzins von 0,15 % auf 0,05 % zu senken, konnte sich die Geldpolitik deutlich entspannen.

Nach aktuellen Meldungen soll das Buzzard-Ölfeld wieder in Betrieb genommen werden. Man möchte nun damit beginnen die Ölförderung langsam zu steigern, um in den nächsten Wochen ein Normalniveau zu erreichen. Die aktuell überversorgte Marktlage wird durch die Inbetriebnahme noch weiter verstärkt.

Auch wenn islamistische Milizen weiter Teile der Hauptstadt Tripolis kontrollieren, hält  sich das Sicherheitspersonal an den Ölhäfen Libyens weiterhin an die Abmachungen den Ölexport nicht zu behindern. Somit rechnet man in den nächsten Wochen mit weiterem Rohöl aus Libyen. Bis Ende des Monats soll die Ölproduktion von 725.000 Barrel/Tag auf 800.000 Barrel/Tag erhöht werden. Das Ziel ist es die Förderung bis Ende des Jahres auf etwa 1,0 Mio. Barrel/Tag zu steigern.

Weiterhin beobachten die Marktteilnehmer die Entwicklung der Ukraine-Krise. Beim heutigen Treffen der Separatisten, Russland und der Ukraine ist es das Ziel eine endgültige Waffenruhe zu vereinbaren.

Die Heizölpreise werden aufgrund der hohen Währungsverluste des Euros zum Wochenende stark anziehen.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise
 

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