Ölpreise weiter unter 100-Dollar-Marke, Heizölpreise sinken weiter

11. September 2014

Der Ölmarkt wird heute wieder durch Meldungen beeinflusst, die das Ölpreisniveau weiter belasten und die gute Versorgungslage bestätigen. Die Daten des Department of Energy (DOE) zu den US Bestandsvorräten fielen klar preisdrückend aus. Der Monatsreport der OPEC belasteten die Ölpreise soweit, dass diese neue Langzeittiefs erreichten. Der Euro konnte sich auf seinem Vortragsniveau halten. Die Heizölpreise bewegen sich aufgrund der gesunkenen Ölpreise weiter nach unten.

Nach dem Monatsreport des amerikanischen Amt für Energiestatistik EIA (Energy Information Administration) folgte die Prognose der OPEC zur Nachfrageentwicklung. Beide Berichte bestätigen die überversorgte Marktlage. Die Nachfrage sei zu gering um das große Angebot aufnehmen zu können.

Die OPEC hat zwar eine leichte Nachfragesteigerung für das nächste Jahr prognostiziert, jedoch erwartet man eine höhere Ölförderung aus Nicht-OPEC-Ländern und einen Nachfragerückgang an Öl der OPEC-Länder.

Die Berichte werden von den Marktteilnehmern klar belastend für die Ölpreise gewertet. Die europäische Rohölsorte Brent sank nach der Veröffentlichung auf ein 17-Monatstief. Die kritische 100-Dollar-Marke ist bereits unterschritten.

Bisher wurde vermutet, dass die OPEC Produktionskürzung vornehmen wird, wenn diese Preisgrenze unterschritten wird. Dazu gibt es zum jetzigen Zeitpunkt aber noch keine Indizien. Experten glauben, dass die OPEC wohl erst mit Produktionskürzungen reagieren wird, wenn der Ölpreis unter 90-Dollar fällt.

In den USA wurden unterdessen die wöchentlichen Zahlen zu den US Ölbestandsveränderungen bekannt gegeben. Die Zahlen unterstützten die Abwärtsbewegung der Ölpreise zusätzlich. Die Raffinerieauslastung ist demnach gestiegen und die Produktaufbauten sind höher als erwartet. Das spricht für einen Nachfragerückgang.

Nur die neusten Meldungen zum Ukraine-Konflikt sind potenziell preisstützend. Russland soll seine Gaslieferungen in die EU gedrosselt haben. Marktteilnehmer werden die dortige Entwicklung im Auge behalten.

Die Heizölpreise sind heute weiter gesunken. Eine Gegenreaktion an den Ölbörsen ist bisher noch nicht ausgelöst worden. Der Eurokurs konnte sich etwas stabilisieren und liegt momentan bei 1,2930 US-Dollar.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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