Überversorgung erneut bestätigt, Heizölpreise fallen weiter

Die offiziellen Zahlen des DOE zu den US-Ölbeständen haben die Überversorgung erneut verdeutlicht. Nachdem bereits Saudi-Arabien und der Irak ihre Rohöl-Verkaufspreise für Lieferungen im Januar rabattiert haben, ist nun auch Kuwait diesem Beispiel gefolgt, was dem Preisrutsch an den Ölbörsen noch einmal neuen Antrieb gab. Der Ölpreisrutsch an den Börsen hat weitere Nachlässe bei den aktuellen Heizölpreisen begünstigt.

In den USA ist die Rohölverarbeitung stärker gestiegen als im letzten Jahr. Trotzdem sind die Rohölbestände weiter gestiegen, was wohl auf die erhöhten Rohölimporte und die gestiegene US-Förderung zurückzuführen ist. Bei den Produkten ist der Bedarf gesunken, wodurch deutliche Bestandsaufbauten verzeichnet wurden. Die Zahlen des Department of Energy DOE haben auf die Ölpreise einen klar preisdrückenden Einfluss.

Sowohl die OPEC als auch das amerikanische Amt für Energiestatistik EIA haben in ihren Monatsreports erneut den weltweiten Ölverbrauch nach unten korrigiert. Außerdem hat man die Prognose für die Ölpreisentwicklung zum zweiten Mal gesenkt.

Zudem geht die OPEC im kommenden Jahr von einer erhöhten Öl-Förderung durch Nicht-OPEC-Länder aus, was auf der anderen Seite eine sinkende Nachfrage nach OPEC-Öl mit sich ziehen würde.

Die aktuellen Heizölpreise scheinen allmählich ins bodenlose zu fallen. Immer wenn man sich über die ungewöhnlich niedrigen Preise wundert, sinkt der Heizölpreis noch eine Stufe tiefer. Für eine Lieferung mit 3000 Liter Heizöl zahlt man aktuell rund 61,00 € pro 100 Liter inkl. Mehrwertsteuer.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

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