Heizölpreise sinken zum Wochenende deutlich

15. August 2014

Die gestrige Aufwärtsbewegung der Ölnotierungen an den Warenterminbörsen konnte gestoppt werden. Die Ölnotierungen sind heute mit einer starken Abwärtsbewegung gestartet. Dies sorgt für erneute Preisabschläge beim Heizöl. Negative Nachrichten aus den Krisengebieten, die die Ölpreise stützen könnten blieben aus.

Die Konjunkturdaten aus China, den USA und der EU, die im laufe der Woche veröffentlicht wurden, fielen schlechter als erwartet aus. Das BIP in der Eurozone ist im zweiten Quartal weniger stark gewachsen als im ersten. In den USA sind unterdessen sowohl die wöchentlichen Arbeitslosenanträge als auch die weitergeführten Anträge stärker gestiegen als zuvor angekommen.

Diese Daten sprechen nicht nur für ein schwächeres Wirtschaftswachstum, sondern folglich auch für einen Rückgang der globalen Öl- bzw. Energienachfrage.

Die Situation im Irak scheint sich etwas zu entspannen, nachdem der Premierminister Nouri al-Maliki zurückgetreten ist. Unter seinem Nachfolger Haidar al-Abadi kann sich nun eine neue Regierung bilden. Haidar al-Abadi soll seine Hauptaufgabe darin sehen, die IS-Terroristen zu bekämpfen. Sollte dies gelingen wäre auch die irakische Ölproduktion nicht länger gefährdet.

Die Ölpreise werden außerdem durch die Ankündigung der libysche National Oil Corporation (NOC) gedrückt, wonach zeitnah weitere Ölhäfen in Betrieb genommen werden sollen.
Dies soll bereits innerhalb der nächsten Woche erfolgen. Sollte Libyen seine Öl-Exporte ankurbeln können, würde das Land die Öl-Produktion steigern können und die bereits gute globale Versorgungslage stützen.

Auch die Lage in der Ukraine soll allmählich unter Kontrolle gebracht werden. Die ukrainischen Regierungstruppen sind dabei die Separatisten aus den letzten besetzten Städte Lugansk und Donezk zu vertreiben und die Städte wieder unter ukrainische Kontrolle zu bringen.

Die etwas entspanntere geopolitische Lage hat dazu geführt, dass die in den Ölpreis eingepreiste Risikoprämie reduziert wurde. Die Ölpreise gehen mit einem 14-Monatstief aus der Handelswoche. Das wirkt sich auch auf die Heizölpreise hierzulande aus, die ebenfalls deutlich gesunken sind.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?