Euro sinkt auf 9-Monatstief, Heizölpreise steigen leicht

Die Zahlen des API zu den US Ölbestandsdaten fielen wie erwartet aus. Die verhältnismäßig starken Abbauten bei den Produkten stützten die Öl-Notierungen heute Morgen. Die positiven Daten zum US Immobilienmarkt gaben dem Dollar Auftrieb, wodurch der Euro auf ein 9-Monatstief sank und aktuell bei 1,3292 US-Dollar liegt. Die Heizölpreise sind aufgrund des schwachen Eurokurses weiter gestiegen.

Gestern Abend wurde die Vorabschätzung des API zu den US Ölbestandsdaten veröffentlicht. Wie erwartet soll die Raffinerieauslastung gestiegen sein. Die Produktbestände sollen aber nicht entsprechend gestiegen sondern gesunken sein. Ein Grund dafür soll die Vorbereitung auf das Wintergeschäft sein. Um auf Winterware umstellen zu können, muss erst die Sommerware aus den Lagern.

Das Ölangebot auf dem globalen Markt scheint weiter zu steigen und die komfortable Versorgungslage noch einmal zu unterstreichen. Der Irak will seine Ölproduktion und die Exporte weiter erhöhen. Eine Gefährdung der Produktion durch die Terrorgruppe „IS“ scheint immer unwahrscheinlicher.

Im größten libyschen Hafen in Es Sider soll bereits gestern der erste Öltanker nach mehr als 12 Monaten beladen worden sein. Wenn die Exporte ins Rollen kommen sollten, könnte Libyen seine Öl-Produktion weiter steigern, was die Versorgungslage weiter entspannen würde.

Der Dollar konnte nach den überraschend positiven US Immobilienmarktdaten deutlich zulegen. Die Gemeinschaftswährung fiel daraufhin auf ein 9-Monatstief. Das verteuert das in US-Dollar gehandelte Öl an den Börsen für Käufer außerhalb der USA. Dadurch steigen die Heizölpreise hierzulande heute noch einmal leicht.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise

Wie empfanden Sie den Umfang dieses Artikels?