Festerer Euro verhindert stärkeren Preisanstieg beim Heizöl

Gestern Nachmittag veröffentlichte das Department of Energy (DOE) die Bestandsdaten. Großen Einfluss auf die Öl-Notierungen hatten die Daten aber nicht. Der Euro konnte sich etwas erholen hat die 1,32 US-Dollar Marke geknackt. Das verhinderte einen starken Preisanstieg der Heizölpreise.

Von den veröffentlichten Bestandsdaten des DOE gingen keine richtungsweisenden Impulse für die Öl-Notierungen aus. Die hohen Rohöl- und Benzinabbauten sind zwar etwas preisstützend zu interpretieren, die Abbauten bei den Destillaten aber weniger.

Gestern wurde bekannt, dass Saudi-Arabiens Exporte zurückgegangen sein sollen. Nun sollen auch die Exporte aus dem Irak diesen Monat durch schlechte Wetterverhältnisse rückläufig sein. Diese Meldungen stützen die Ölpreise, da sie für eine verschlechterte Angebotslage sprechen.

In den letzten Wochen konnte Libyen die ersten Rohöl-Exporte nach einem Jahr realisieren. Auch die Produktion konnte daraufhin erhöht werden. Anfang der Woche wurde dann die Produktion durch Stromausfälle an den Anlagen unterbrochen. Trotzdem konnte die Produktion insgesamt gesteigert werden. Die politische Lage des Landes sehen Experten weiter kritisch. In der Hauptstadt gehen die Kämpfe zwischen den Milizen und den Bevölkerungsgruppen unentwegt weiter. Eine Verschlechterung der Lage könnte sich negativ auf die Ölproduktion und die Exporte auswirken.

Trotz der vereinzelten Einschränkungen auf der Angebotsseite bleibt der Markt weiterhin überversorgt. Der etwas festere Euro verhindert heute starke Preissteigerungen beim Heizöl.

Eine Übersicht über die regionale Heizölpreisentwicklung finden Sie hier: TOTAL Heizölpreise