Heizölpreise: Abkühlung nach Rallye beim Ölpreis

27. August 2018, Peter Dudda

Heizölpreise ziehen zum Wochenstart kräftig an 27.08.2018

Es war ein turbulenter Freitag: Nach Meldungen zu stark rückläufigen iranischen Ölexporten gingen die Kurse durch die Decke. Vereinzelte Gewinnmitnahmen konnten die Lage etwas beruhigen.In der Folge ist Heizöl zum Wochenbeginn deutlich teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick
 

  • Iranische Ölexporte nehmen ab, Unterversorgung befürchtet
  • China kauft wieder US-Öl
  • US-Bohranlagen rückläufig
  • Brent bei 75,87 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 677,50 US-Dollar
  • Euro steigt auf 1,1620 US-Dollar
  • Heizölpreis steigt auf 74,56 Euro / 100L
     

 Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Iranische Ölexporte rückläufig
 US-Ölbestände laut DOE gesunken
 EIA-Prognose: Unterversorgung der Märkte bis Ende des Jahres
 IEA-Prognose: Nachfrage dürfte weiter steigen
 Inkrafttreten erster US-Sanktionen gegen Iran
 China investiert in Öl-Infrastruktur

 Anzahl aktiver US-Bohranlagen rückläufig
USA geben strategische Ölreserven frei
 China gibt Käufe von US-Öl wieder frei
 Mexico will intensiv in die Ölindustrie investieren

 Erneute Strafzölle zwischen China und USA
Irak auf Exporthoch
 Libyens Ölproduktion steigt wieder
 OPEC korrigiert Nachfrageerwartungen nach unten
 Saudi-Arabien senkt Preise für September-Lieferungen

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte zum Start der neuen Woche bei 75,87 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitagmorgen lag noch bei 75,19 US-Dollar, der Schlusspreis für Freitag wurde bei 75,82 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Montagmorgen mit 677,50 US-Dollar ebenfalls deutlich stärker als noch Gestern daDer Vergleichswert am Freitag lag bei 670,50 US-Dollar, der Schlusspreis lag bei 679,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 27.08.2018 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Der Handel am Freitag war wieder einmal ein Paradebeispiel, wie schnell sich eine einzelne Meldung auf die Preisentwicklung an den Ölmärkten auswirken kann. Insgesamt gab es nicht zuletzt aufgrund deutlich gesunkener US-Rohölbestände ohnehin eine eher preissteigernde Stimmung an den Ölbörsen. Entsprechend deutlich konnten sich die Kurse zu Lasten von Verbrauchern in der vergangenen Woche erholen. Am Freitag wurde dann aber nochmal eine gehörige Portion draufgelegt: Daten unabhängiger Anbieter verwiesen auf einen deutlichen Rückgang der iranischen Ölexporte. Das deutet auf die Gefahr einer sich wieder ausweitenden Unterversorgung hin. In der Folge setzte sich an den Märkten eine wahre Preisrallye durch, welche letztlich erst durch vereinzelte Gewinnmitnahmen abgeschwächt wurde.

Weitere Meldungen mit Potenzial die Preise zu stützen kommen aus China und den USA. Nachdem chinesische Unternehmen jüngst alle US-Öl-Importe eingestellt hatten, soll es für Oktober bereits wieder Käufe aus dem Reich der Mitte geben. In den USA ist die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen deutlich zurückgegangen. Neun Anlagen weniger als noch in der Vorwoche wurden durch den Dienst Baker Hughes vermeldet. Der deutliche Rückgang lässt zwar aufhorchen, ist jedoch nicht dramatisch, da erst zur letzten Berichtswoche das neue 3,5 Jahreshoch gesetzt wurde.

Verbraucher sollten die Entwicklung genau im Blick haben. Sollte in den nächsten Tagen und Wochen die heraufziehende Unterversorgung durch weitere Daten und Meldungen fundamentiert werden, könnten sich die Preise wieder ohne weiteres der 80 US-Dollarmarke nähern. Ein Anstieg darüber hinaus scheint allerdings unwahrscheinlich, da es zumindest innerhalb der OPEC noch genügend Förderreserven gibt, mit denen zu starke Preisanstiege gedämpft werden könnten.
 

Entwicklung Eurokurs

Der Euro kostete zum Start der neuen Woche 1,1620 US-Dollar. Am Freitagmorgen waren es noch 1,1573 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzpreis zuletzt am Freitagnachmittag auf 1,1588 US-Dollar fest.

Zum Wochenstart könnte es gleich hoch her an den Devisenmärkten gehen: Das ifo-Institut veröffentlicht ihren vielbeachteten Geschäftsklima-Index. Nachdem die Stimmung und die Auftragsbücher der deutschen Wirtschaft in den vergangenen weniger gut (gefüllt) waren, könnte es aktuell wieder eine Aufhellung geben.
 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 74,65 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag waren es noch 72,42 Cent.

Mit dem aktuellen Preisniveau ist Heizöl damit so teuer wie im gesamten Jahr noch nicht. Dennoch sollten Sie sich von eventuell weiter steigenden Preisen unabhängig machen und den Heizölkauf heute auslösen – vor allem wenn sich der Tank leert.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

 

     Peter Dudda - Autor
            

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