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Erdrutsch bei US-Ölbeständen und neue Hoffnung im Handelsstreit: Ölpreise ziehen an

24. Juli 2019, Ricarda Altrichter

Heizölpreis steigt am  Mittwoch 24.07.19

Abermals hat das API stark gesunkene US-Rohölbestände gemeldet und die Erwartungen der Anleger übertroffen. Gleichzeitig scheint Bewegung in die Verhandlungen zwischen China und den USA zu kommen.
Gemeinsam mit einem gesunkenen Eurokurs sorgen die gestiegenen Ölpreise dafür, dass Heizöl teurer ist.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • API meldet starke Bestandsabbauten bei Rohöl
  • IWF korrigiert Wachstumsprognosen nach unten
  • Handelsstreit: Sanktionen gegen chinesisches Unternehmen vs. neue Verhandlungen
  • Brent bei 64,01 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 589,75 US-Dollar
  • ​Euro bei 1,1142 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 68,47 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 68,47 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 67,80 Cent pro Liter Heizöl.

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Zuspitzung des Iran-Konflikts

 Vorerst keine weiteren US-Strafzölle gegen China

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela

 OPEC+ Kürzungen werden verlängert

 

EIA, OPEC, IWF und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen

 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak

 USA steigern Produktion weiter deutlich

 Verringerte Auslastung asiatischer Raffinerien


Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:


Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 64,01 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug 63,30 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 63,83 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 589,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 583,75 US-Dollar, der Schlusspreis bei 585,00 US-Dollar.

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 24.07.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Die aktuelle Lage an den Rohstoffmärkten ist im höchsten Maße volatil, also beweglich. Anleger folgen kurzfristigen Impulsen und verabschieden sich dabei auch von langfristigen Preiswetten. Dies spiegelt die verunsicherte Grundstimmung zur Entwicklung der Weltkonjunktur und Geopolitik wider.

Der gestrige Handelstag war dafür ein perfektes Beispiel. Zunächst ging es mit den Preisen sichtbar abwärts, nachdem nun auch der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognosen für 2019 und 2020 erneut gesenkt hat und damit allen anderen einschlägigen Berichten folgte.

Zudem wurde bekannt, dass die USA ein chinesisches Unternehmen sanktioniert haben. Diese Meldung nährte die Sorge um eine erneute Zuspitzung im Handelsstreit.

Am späten Abend kam dann die Rolle rückwärts: Nicht näher benannte Kreise aus der US-Regierung gaben an, dass es wohl neue Bewegung in den Verhandlungen zwischen China und den USA geben könnte. Außerdem meldete das American Petroleum Institute (API) deutlich gesunkene US-Rohölbestände und übertraf dabei die Erwartungen der Anleger deutlich.

In der Folge zogen die Ölpreise sichtbar an. Für inländische Heizölkäufer kommt hinzu, dass der Eurokurs seine Abwärtsbewegung weiterhin fortsetzt und dabei wiederum von der Dollarstärke – insbesondere nach Bekanntwerden der Meldung zu den Verhandlungen – unter Druck geraten ist.

Doch obwohl der Heizölpreis dadurch heute steigt, sollten Sie mit dem Heizölkauf nicht zu lange warten. Sollten nämlich die Handelsgespräche fortschreiten, so ist es wahrscheinlich, dass innerhalb kurzer Zeit neue Preissprünge erwartet werden könnten.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1142 US-Dollar, am Montag waren es 1,1189 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Dienstag wurde bei 1,1173 US-Dollar festgesetzt.

Für die USA bzw. den Dollar war der gestrige Handelstag ein Erfolg. Zum einen wirkte noch der positive Schub aus dem abgewendeten Government Shutdown nach, zum anderen profitierte der Dollar immens von der Möglichkeit, dass die Verhandlungen mit China wieder aufgenommen werden könnten.

In Europa beschäftigt man sich nun mit den Implikationen der Wahl von Boris Johnson zum neuen UK-Premier und der morgen anstehenden EZB-Entscheidung zur weiteren Zinssatzpolitik.

*Termine ohne Gewähr

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • API-Daten: Deutlich weniger Rohöl in den US-Lagern
  • ​Neuer Schwung zwischen China und USA?

 

API-Oelmarktentwicklung-USA-Kalenderwoche-30-2019-240719 // Alle Angaben ohne Gewähr

 

API: Hohe Bestandsabbauten – mit einem Aber

Die Tendenz zu gesunkenen Rohölbeständen laut den US-Bestandsberichten von API und DOE sind ein Trend, der sich auch in dieser Woche fortsetzt. Dabei liegt der gestern Nacht gemeldete Bestand laut API jedoch ausnehmend deutlich über den Erwartungen und im zweistelligen Bereich.

Diese Lücke könnte aber dadurch erklärt werden, dass aufgrund Hurricanes Barry in der vergangenen Woche viele Ölplattformen im Golf von Mexiko vorsorglich abgeschaltet waren. Dann wird natürlich weniger Rohöl gefördert und die Raffinerien greifen stärker auf Vorräte zurück.

Dieser Verdacht kommt auch deswegen auf, weil die Benzin- und Destillatbestände gleichzeitig über den Erwartungen anstiegen. Es gibt also augenscheinlich keine nachfragegetriebene Erklärung für den Bestandsabbau bei Rohöl.

Spekulationen werden heute Nachmittag bestätigt oder widerlegt, wenn das Department of Energy breit aufgestellte Bestandsdaten veröffentlicht, die auch Angaben zur Nachfrage sowie zu den Im- und Exportwerten machen.

 

USA vs. China: Gespräche im Konjunktiv

Zuletzt konnte die Welt sogar akzeptieren, dass es im Handelsstreit zwischen den USA und China wenigstens keine neuen Eskalationen mehr gab. Doch das heißt natürlich nicht, dass das Thema vom Tisch wäre.

Wie sehr man auf Bewegung wartet, zeigt die Reaktion auf die Meldung, dass kommenden Montag eine US-Delegation nach China aufbrechen könnte, die neue Gespräche mit den chinesischen Kollegen ansetzen will.

Das Problem ist allerdings, dass es sich um eine „Kreise-Nachricht“, also eine Meldung aus Quellen handelt, die ihren Namen nicht öffentlich lesen wollen. Das ist zwar schon mehr als ein Gerücht, aber noch meilenweit von einer offiziellen Verlautbarung entfernt.

Das weiß auch der Markt und hält sich trotz kurzfristiger Euphorie bei den Prognosen, die über den nächsten Handelstag hinausgehen, zurück.

Wie sehr diese Vorsicht angebracht ist, zeigte sich nur wenige Stunden zuvor, als bekannt wurde, dass die USA ein weiteres chinesisches Unternehmen nach Huawei sanktioniert haben.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

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