Waffenstillstand im Nahen Osten: Ölpreise geben leicht nach

30. September 2019, Felix Schmidt

Konstanter Heizölpreis bei recht konstanten Ölpreisen 30.09.19

Zwischen Saudi-Arabien und den jemenitischen Houthi-Rebellen soll es einen Waffenstillstand geben. Widerstreitende Berichte zu den Iran-Sanktionen und neue Entwicklungen im Handelsstreit drückten die Ölpreise etwas. Der Heizölpreis ist konstant.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Waffenstillstand zwischen Saudi-Arabien und Houthi-Rebellen
  • Iran: USA wollen Sanktionen fallen lassen – Dementi
  • Irak steigert Produktion stetig
  • Baker Hughes Report: 8 aktive US-Ölbohranlagen weniger
     
  • Brent bei 61,72 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 597,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,0938 US-Dollar

Heizölpreisentwicklung

  • Heizölpreis bei 71,35 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 71,35 Cent pro Liter Heizöl. Am Freitag lag der Heizölpreis ebenfalls bei 71,35 Cent pro Liter Heizöl.
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

USA kündigt weitere Iran-Sanktionen an
China und USA wieder im Gespräch

Waffenstillstand zwischen Saudi-Arabien und Jemen
EIA-, OPEC- und IEA-Monatsberichte
75 % der saudischen Ölproduktion wiederhergestellt
USA steigern Produktion weiter

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 61,72 US-Dollar. Der Vergleichswert von Freitag betrug 62,41 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 61,20 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 597,50 US-Dollar. Der Vergleichswert am Freitag lag bei 598,00 US-Dollar, der Schlusspreis bei 602,25 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 30.09.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Fast exakt zwei Wochen nach dem Angriff auf saudische Ölbohranlagen scheint Ruhe in das Pulverfass Naher Osten zu kommen. So soll Saudi-Arabien eine Waffenruhe mit den jemenitischen Rebellen geschlossen haben. Auch wenn die Rebellen postwendend angaben, sie hätten im saudischen Grenzgebiet militärisches Material und Soldaten festgesetzt, so konzentrierte sich der Markt vorrangig auf die Auspreisung der Risikoprämie wegen der Waffenruhe.

Aus dem Iran und auch zum Thema Handelsstreit gab es unterdessen widerstreitende Neuigkeit. Irans Präsident Rouhani gab an, dass die USA angeblich alle Sanktionen fallen lassen wollen. Washington dementierte prompt. Preislich hatte dies keine Auswirkungen, doch die Frage ist nun, worauf Iran diese Aussage fußt und warum sie öffentlich gemacht wurde.

In China beginnt nun eine Woche der Feiertage, sodass die Verhandlungen zum Handelsstreit erst einmal ruhen.

Irak baut seine Ölproduktion stetig aus und ist damit eines der Mitglieder der OPEC+Gruppe, die sich seit Anbeginn des Förderdeals nicht an die Vorgaben hält. Das hat zwar keine Auswirkungen für das Land, macht es aber für das Kartell umso schwerer, den Ölpreis durch eine künstliche Marktverknappung zu stabilisieren.

Mit einem kaum veränderten Eurokurs kostet Heizöl bei leicht gesunkenen Ölpreisen heute genauso viel wie am Freitag, auch wenn der Wert leicht über der Wochenend-Notierung rangiert. Dies könnte sich schon heute wieder ändern, da zahlreiche Konjunkturdaten aus der Eurozone erwartet werden, von denen aktuell aber keine positiven Signale erhofft werden. Dies würde Heizöl trotz sinkender Ölpreise teurer machen.

Wie immer lautet daher unser Tipp, sich möglichst schnell um den Heizölkauf zu bemühen und sich von allen weiteren Entwicklungen unabhängig zu machen.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,0938 US-Dollar, am Freitag waren es 1,0920 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Freitag wurde bei 1,0935 US-Dollar festgesetzt.

Nachdem der Euro am Freitag auf einen Tiefststand wie zuletzt Mitte 2017 gefallen war, konnte er sich über das Wochenende stabilisieren – und verlor zumindest nicht mehr an Wert. Wie lange diese Stabilität anhält, muss aber fraglich bleiben.

Denn diese Woche steht im Zeichen zahlreicher Konjunkturdaten aus der Eurozone, die zuletzt immer wieder enttäuschten und die drohende Rezession unterstrichen. Damit flüchten sich Anleger in sichere Währungen wie den Dollar, während der Euro das Nachsehen hat.

Die Handelswoche im Überblick

Für die Euro- oder Ölpreisentwicklung möglicherweise einflussreiche Wirtschaftsdaten der Woche im Überblick*:

Montag, 30.09.2019

  • PMI Produktion, China
  • Einzelhandelsumsätze, Deutschland
  • Arbeitslosigkeit, Deutschland + Eurozone
  • Verbraucherpreisindex, Deutschland
  • Einkaufsmanagerindex, USA
     

Dienstag, 01.10.2019

  • Einkaufsmanagerindex, Eurozone + Deutschland
  • Verbraucherpreisindex, Eurozone
  • Reden Fed-Mitglieder, USA
  • ISM verarbeitendes Gewerbe, USA
  • Wöchentlicher Rohöllagerbestand American Petroleum Institute (API), USA
     

Mittwoch, 02.10.2019

  • Rede Fed-Mitglied, USA
  • Rede FOMC-Mitglied, USA
  • EIA Rohöl-Lagerbestand, USA
     

Donnerstag, 03.10.2019

  • Markit PMI, Eurozone
  • Einzelhandelsumsätze, Eurozone
  • Arbeitsmarktdaten, USA
  • ISM nicht-verarbeitendes Gewerbe, USA
     

Freitag, 04.10 2019

  • Rede FOMC-Mitglied, USA
  • Arbeitsmarktdaten, USA
  • Rede Fed-Mitglied, USA
  • Rede Fed Powell, USA
  • Baker Hughes Wochenreport (Anzahl aktive US-Bohranlagen)

*Termine ohne Gewähr
 

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Felix Schmidt – Autor

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