Heizölpreise: Ölpreis gibt nach, Heizöl günstiger

23. Januar 2019, Nicola Bergau

Heizöl zur Wochenmitte etwas günstiger 23.01.19

Gewinnmitnahmen sorgten gestern für fallende Preise am Ölmarkt. Weitere Impulse blieben jedoch aus, sodass keine großen Bewegungen stattfanden. Laut EIA-Bericht steigt die US-Schieferölproduktion kontinuierlich weiter. Heizöl heute etwas günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • EIA: US-Schieferölproduktion steigt
  • Ölpreise geben leicht nach
  • Brent bei 61,78 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 571,50 US-Dollar
  • Euro bei 1,1369 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 69,16 Euro / 100L
     

 Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

 IEA sieht Möglichkeit für ausbalancierten Markt in 2019
 Russland verspricht volle Umsetzung der OPEC+ Kürzungen bis April
 China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft
 Kanadische Produktionskürzungen auch im Februar
 Saudi-Arabien bestätigt Kürzungen der Ölexporte im Januar
 Mögliche Sanktionsverschärfung gegen Venezuela

Leichter Rückgang der Raffinerieauslastung in den USA erwartet
 Fortschritte bei Handelsgesprächen zwischen USA und China erwartet

 Möglicherweise doch Ausnahmen von US-Sanktionen
 Öl-Nachfrage sinkt im Januar
 EIA: US-Ölproduktion steigt
 OPEC-Prognose: Öl-Förderung von Nicht-OPEC-Förderern steigt 2019
 USA fördern auf Rekordniveau und nähern sich Energieunabhängigkeit

 

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Heute Morgen lag der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent bei 61,80 US-Dollar. Am Dienstag notierte der Kurs noch 62,27 US-Dollar. Brent schloss den gestrigen Tag bei 61,50 US-Dollar ab.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 572,75 US-Dollar. Am Dienstag lag der Preis bei 573,25 US-Dollar. Den gestrigen Tag beendete ICE Gasoil bei 576,00 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 23.01.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Am gestrigen Tag spiegelte der Ölpreis den Verkaufsdruck der Händler wieder. Der Ölpreis ließ zum Beginn der Woche deutliche Impulse vermissen, zeigte jedoch eine steigende Tendenz. Nachdem sich gestern eine Korrektur ankündigte und der Ölpreis leicht fiel, gerieten die Händler unter Druck. Um Gewinne mitzunehmen, setzten Verkäufe ein. Dies hatte einen weiterhin fallenden Kurs zur Folge, sodass gestern wenigstens etwas Bewegung in den Ölmarkt kam.

Zum Dienstagabend wurde es jedoch wieder ruhig am Ölmarkt. Im späten Handel korrigierte der wesentliche Indikator für den Heizölpreis, ICE Gasoil, wieder etwas nach oben. Der Tag hinterließ zwar Verluste beim Ölpreis, doch immerhin wurde er oberhalb der Tagestiefs abgeschlossen.

Der Ölmarkt wartet derzeit auf Impulse. Politische Entscheidungen und relevante Entwicklungen stehen aus. Bis Klarheit zum Beispiel über den Handelsstreit zwischen den USA und China oder den Brexit herrscht, wird der Ölpreis hauptsächlich durch Handelsaktivitäten am Ölmarkt beeinflusst.

Sie planen leere Heizöltanks zu füllen? Die Gelegenheit ist günstig. Der Heizölpreis ist derzeit stabil und anstehende politische Entwicklungen können sich preissteigernd auf den Heizölpreis auswirken. Im Vergleich zum Ende des letzten Jahres sind die Preise weiter moderat. Machen Sie sich unabhängig von den anstehenden politischen Entwicklungen und nutzen Sie die Ruhe am Ölmarkt, um verhältnismäßig günstig Ihre Tanks zu füllen.

Behalten Sie den Ölpreis im Auge, um die günstigste Gelegenheit für einen Heizölkauf zu finden. Mit unseren Heizöl-News bleiben Sie gut informiert.
 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,365 US-Dollar, was einem leichten Plus im Vergleich zum Dienstagmorgen entspricht. Der Referenzpreis der EZB für Dienstag wurde bei 1,1361 US-Dollar festgesetzt.

Seit Beginn der Woche verharrt der Eurokurs ohne viel Bewegung. Nachdem er erst in kleinen Schritten fiel, verzeichnet er heut ein leichtes Plus zur Korrektur der negativen Reaktion auf die pessimistische Einschätzung der Weltkonjunktur durch den Internationalen Währungsfonds (IWF). Der leichte Anstieg wird durch den Wertverlust des japanischen Yen unterstützt. Gestern noch war er stabil und zählte mit dem US-Dollar zu den bevorzugten Investitionen am Devisenmarkt. Die lockere Geldpolitik der japanischen Zentralbank führte zu einem leichten Nachgeben des Yen.

Doch auch ein fallender Kurs des japanischen Yen ist für den Euro kein ausreichender Impuls, um Reaktionen zu zeigen. Wenige Konjunkturdaten und keine Aussagen der Notenbanker haben zur Folge, dass der Euro sich kaum bewegt und weiter abwartet.

Für Heizölkäufer heißt ein stabiler Eurokurs, dass sich der Heizölpreis bei ausbleibenden politischen Einflüssen wahrscheinlich ebenfalls kaum verändert.
 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • US-Ölproduktion steigt im Januar
     

EIA: US-Schieferölproduktion steigt

Am Montagabend veröffentlichte die Energy Information Administration (EIA) den monatlichen Produktionsbericht für die US-Ölproduktion. Im Bericht korrigierte die EIA die Förderprognose für Januar nach unten. Sie soll demnach noch etwas mehr als 8 Mio. Barrel am Tag betragen, was 50.000 Barrel pro Tag weniger entspricht als noch im Vormonat zunächst erwartet. Trotzdem legte die Schieferölproduktion im Januar zu. Sie verzeichnet ein Plus von 0,09 Mio. Barrel am Tag. Diese steigende Tendenz soll im Februar fortgeführt werden. Die Förderung soll noch einmal um 0,06 Barrel am Tag ansteigen. Im Gegensatz zur konventionellen Ölförderung wird bei der Schieferölförderung Öl aus tiefliegenden Gesteinsschichten herausgepresst. Die noch vergleichsweise recht junge Technologie verhalf der USA sich vom größten Netto-Ölimporteur zu einem sehr wichtigen Ölexporteur zu entwickeln.

Neben den Produktionszahlen veröffentlichte die EIA auch die Anzahl gebohrter Ölquellen, die noch nicht erschlossen wurden. Diese Zahl gibt Aufschluss darüber, über wie viele Ölreserven die USA zur Schieferölproduktion verfügen. Im Dezember wurden 8.594 Ölquellen verzeichnet, die zur Produktion nur noch fertig erschlossen werden müssen. Die Anzahl der Ölquellen steigt seit Monaten stetig an. Noch vor einem Jahr lag die Zahl bei 7.491. Die US- Ölproduktion kann demnach innerhalb kürzester Zeit stark ansteigen.

Damit sind die USA in der Lage, den Ölpreis bei Bedarf maßgeblich zu beeinflussen. Die weitgehende Unabhängigkeit von den OPEC-Ländern versetzt die USA in die günstige Lage, den eigenen hohen Energiebedarf zu decken ohne hohe Ölpreise hinnehmen zu müssen. Die USA haben durch ihre gesteigerte Ölproduktion die Möglichkeit, aktiv in den Ölmarkt einzugreifen. Trump-Wähler haben ein großes Interesse an niedrigen Ölpreisen. Demnach ist die US-Regierung bestrebt, den Ölpreis moderat zu halten. Eine gesteigerte US-Ölproduktion lässt demnach plötzliche hohe Anstiege des Ölpreises aufgrund des Einflusses der OPEC unwahrscheinlich werden.

 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 69,16 Cent pro Liter Heizöl. Damit sank der Heizölpreis im Vergleich zum Dienstag. Gestern lag der Heizölpreis bei 69,35 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

     Nicola Bergau - Leiter Onlinehandel
            

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