Ölpreise erneut gestiegen, Heizöl teurer

10. September 2019, Ricarda Altrichter

Heizöl teurer 100919

Der Markt behält seine kurzfristige Einstellung und blickt auf die knappe Versorgungslage. Nur deswegen steigen die Ölpreise momentan weiter an. Langfristig ist die Überversorgung ein weiterhin Thema. Heizöl ist heute trotz des stabilen Euros teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • Neuer saudischer Ölminister will zurückhaltend bleiben
  • Markt blickt auf aktuell knappe Versorgungslage
  • Brent bei 58,10 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 592,00 US-Dollar
  • Euro bei 1,1043 US-Dollar

 

Heizölpreisentwicklung

•             Heizölpreis bei 68,94 Euro / 100L

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 68,94 Cent pro Liter Heizöl. Am Montag lag der Heizölpreis bei 68,41 Cent pro Liter Heizöl.

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

Saudi-Arabien kürzt Produktion zusätzlich

Zuspitzung des Iran-Konflikts

 OPEC+ Kürzungen werden verlängert

US-Notenbank senkt Zinsen

 

EIA, OPEC, IWF und IEA-Berichte senken Nachfrageprognosen

 Produktionssteigerung in Kasachstan und Irak

USA steigern Produktion weiter

US-China-Handelsstreit

 

 Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:​

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 58,10 US-Dollar. Der Vergleichswert von Montag betrug 62,16 US-Dollar, der Schlusspreis wurde bei 62,67 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 592,00 US-Dollar. Der Vergleichswert am Montag lag bei 585,50 US-Dollar, der Schlusspreis bei 592,25 US-Dollar.

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 10.09.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Immer noch stellt sich der Markt in seinem Kaufverhalten gegen den langfristigen Trend einer Überversorgung und behält die aktuell knappe Marktlage im Blick. Aus dieser ergaben sich gestern auch weitere Preisanstiege bei den Ölnotierungen, die zusätzlich von technischen Kaufsignalen unterstützt wurden.

Wer sich vom neuen saudischen Ölminister ein rigoroseres Vorgehen bei den Kürzungen der OPEC+Gruppe erhofft hatte, wurde gestern vorerst von ihm enttäuscht. Abdulaziz bin Salman sagte beim World Energy Congress, dass er nicht vorhabe, bei den Förderquoten einen radikal neuen Kurs einzuschlagen. Dennoch spekulieren Beobachter weiter, dass er wenigstens eine stärkere Einhaltung der Förderquoten anmahnen werde.

Der Blick des Marktes richtete sich zudem zunehmend auf die EZB-Zinssatzentscheidung am Donnerstag, bei der immer stärker davon ausgegangen wird, dass Maßnahmen zur Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung ergriffen werden. Die EZB hatte solche Annahmen hingegen in der Vergangenheit immer wieder enttäuscht und könnte damit den aktuellen Preisaufschwung wieder ins Gegenteil verkehren.

Es bleibt weiter deutlich, dass die Händler händeringend nach einem Kurs suchen, der langfristigere Marktentscheidungen stützen könnte. Doch angesichts des Handelskriegs und weiterer geopolitischer Faktoren gibt es diesen Kurs momentan schlicht nicht. Deshalb ist es die sicherste Bank, sich auf den Ist-Zustand zu fokussieren. Und dieser verzeichnet eine Angebotsknappheit, wie sie laut Analysten seit Jahrzehnten nicht mehr existiert hat.

So oder so sind die Ölpreise heute Morgen erst einmal gestiegen, doch der stabile Eurokurs kann dem bei der Bildung des Heizölpreises etwas entgegen setzen. Das Preisniveau für Heizöl ist also etwas günstiger als gestern Morgen, doch stehen die Zeichen vorerst auf weiteren Zuwächsen.

Deshalb bleibt es die beste Entscheidung, sich noch vor der anstehenden Heizperiode mit Heizöl einzudecken und sich von allen weiteren Entwicklungen unabhängig zu machen.

 

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1043 US-Dollar, am Montag waren es 1,1027 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB für Montag wurde bei 1,1033 US-Dollar festgesetzt.

Die Niederlage Johnsons im britischen Unterhaus zu Neuwahlen vor dem Brexit-Datum und ein ausgeglichener Bundeshaushalt in Deutschland hatten gestern direkten und indirekten Einfluss auf den Eurokurs und stabilisierten ihn angesichts fehlender anderer Impulse. Die EZB-Zinssatzentscheidung am Donnerstag dürfte wieder für reichlich Anschub sorgen, wobei jetzt noch nicht abzusehen ist, in welche Richtung dies geschehen wird.

 

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Ricarda Altrichter - Autorin

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