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Rohölpreis steigt an, Heizöl ebenfalls teurer

16. Mai 2019, Peter Dudda

Heizölpreis steigt am Donnerstag 16.05.19

Der Ölmarkt wartet weitgehend ab, reagiert jedoch auf die Spannungen zwischen USA und Iran mit höheren Ölpreisen. Der Euro ist zwar weitgehend stabil, doch derzeit haben die Ölpreise einen größeren Einfluss. Heizöl ist deshalb heute teurer.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • DOE-Bericht: Gestiegene US-Rohölbestände
  • USA zieht Botschaftspersonal aus Irak zurück
  • Saudi-Arabien: Pipeline nach Reparatur wieder in Betrieb
     
  • Brent bei 72,13 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 650,25 US-Dollar
  • Euro bei 1,1209 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 71,84 Euro / 100L

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

  Atomabkommen: Spannungen zwischen dem Iran und den USA
  Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
  EIA-Prognose: Ölpreise werden bis zum 3. Quartal steigen
  OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres
  China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

 Kämpfe in Libyen

 Neue Zölle in Handelsstreit China / USA
 US-Präsident fordert höhere OPEC-Produktion
 US-Schieferölboom zeichnet sich ab
 Russland deutet Produktionssteigerung an

 

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 71,92 US-Dollar. Der Vergleichswert von Mittwoch betrug noch 71,05 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Mittwoch bei 71,91 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 650,25 US-DollarDer Vergleichswert am Mittwoch lag bei 636,25 US-Dollar, der Schlusspreis vom Mittwoch bei 636,25 US-Dollar.

 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 16.05.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.
 

Die Preisentwicklung im Überblick

Gestern Morgen herrschte eine neutrale Ruhe am Ölmarkt vor, denn richtungsweisende Impulse blieben aus. Das American Petroleum Institute (API) meldete stark gestiegene US-Rohölbestände, während Reaktionen auf die Spannungen zwischen den USA und Iran weiterhin ausblieben. Die Marktteilnehmer im Ölhandel bewahren angesichts der unsicheren geopolitischen Lage weiterhin ihre abwartende Haltung.

Der Bericht des Department of Energy (DOE) gab weiteren Aufschluss über die aktuellen Ölbestandsdaten, hatte jedoch kaum Einfluss auf den Ölpreis, da er zwar die Aufbauten der US-Ölbestände aus dem API-Bericht bestätigte, dessen Ausmaß allerdings abschwächte und zusätzlich eine gesunkene US-Ölförderung anzeigte. Während die Aufbauten preissenkend wirken, steigert die niedrige Förderung den Preis. Die Effekte lösten sich also weitgehend auf.

Die Nachrichtenlage blieb ruhig, was dem Markt Gelegenheit gab, das gestiegene geopolitische Risiko im Nahen Osten in den Ölkurs einzupreisen. In der Folge stieg der Ölpreis gegen Abend an und erreichte sein Tageshoch. Dieses Niveau blieb bis heute Morgen erhalten und scheint nun der Ausgangspunkt für die weiteren Preisentwicklungen zu sein.  

Der Euro ist weitgehend stabil, doch sowohl der Rohöl- als auch der Dieselpreis sind angestiegen. Das führt insgesamt zu höheren Heizölpreisen. Allerdings ist der Anstieg noch moderat und könnte angesichts der unsicheren geopolitischen Lage demnächst noch größer ausfallen. Es bietet sich nun eine gute Gelegenheit, leere Tanks aufzufüllen und das aktuelle Preisniveau noch für sich zu nutzen.

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1209 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1210 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1206 US-Dollar festgesetzt.

Nachdem die Handelskrise zwischen China und den USA Anfang dieser Woche eskalierte und der Euro sich stärker zeigte, bleibt er nun wieder relativ stabil. Der Blick richtet sich nun wieder vermehrt auf das innereuropäische Geschehen. Aktuell rückt Italien ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Das südeuropäische Land steckt tief in einer Rezession, weshalb die italienische Regierung erwägt, die Goldreserven anzugreifen, um die Defizite mit dem Verkaufserlös auszugleichen. Verkauft Italien Gold außerhalb der EU, geht dem Euro ein Teil seines Gegenwertes verloren. Zurzeit steht zur Diskussion inwiefern Italien berechtigt ist, über seine Goldreserven zu verfügen.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • DOE-Bericht: Gestiegene US-Rohölbestände
  • USA zieht Botschaftspersonal aus Irak zurück
  • Saudi-Arabien: Pipeline nach Reparatur wieder in Betrieb
     

US-Ölbestandsveränderungen: Ölförderung sinkt, während Rohölbestände steigen

Der API-Bericht kündigte es bereits an: Die US-Rohölbestände sind abermals angestiegen. Der Bericht des DOE bestätigt dies nur in abgeschwächter Form. Während das API von stark ansteigenden Vorräten berichtete, legten die Vorräte laut DOE zwar zu, doch ist dies längst nicht so stark der Fall, wie angenommen.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-20-160519 // Alle Angaben ohne Gewähr


Was der Bericht des API nicht preisgab, ist die gesunkene US-Ölförderung und die gestiegene Raffinerieauslastung. Beides steht den gestiegenen Vorräten eigentlich entgegen und überrascht angesichts der Ausfälle aus Venezuela und dem Iran, doch die Importe legten zu, was möglicherweise eine Maßnahme der USA ist, um den Ölpreis senkend zu beeinflussen.

Iran: USA fürchtet um Sicherheit des Botschaftspersonals

Der Blick der Marktteilnehmer liegt weiterhin wachsam auf den Spannungen zwischen dem Iran und der USA. Offenbar besteht Grund zur Sorge um die Sicherheit von US-Bürgern im Nahen Osten, denn die US-Regierung zog nicht zwingend notwendiges Botschaftspersonal aus dem Nachbarland Irak ab. Darüber hinaus wurden die Warnungen für alle US-Bürger im Nahen Osten verschärft. Offenbar rechnet die US-Regierung mit einer militärischen Eskalation. Nachdem die Angriffe auf Öltanker und die saudische Pipeline den Ölpreis nur wenig beeinflussten, können Zwischenfälle mit US-Bürgern die Lage drastisch ändern.

Saudische Pipeline wieder in Betrieb

Am Dienstag sorgte ein Anschlag aus dem Iran auf eine saudische Pipeline für Aufruhr. Die Pipeline musste vorrübergehend außer Betrieb genommen werden, doch nun ist sie bereits nach kurzer Zeit wieder einsatzbereit und in Betrieb. Wie die USA verschärfte auch das Ölunternehmen ExxonMobil, das die Pipeline nutzt, die Sicherheitsmaßnahmen und evakuierte Arbeiter aus dem Nachbarland Irak. Zusammen mit dem Abzug von US-Bürgern und der eingeschränkten Visavergabe der US-Botschaften könnend diese Maßnahmen Produktionsengpässe im Irak verursachen. Ergibt sich aus den Spannungen zwischen Iran und USA ein Konflikt, ist mit einem deutlichen Anstieg des Ölpreises zu rechen. 
 

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 71,84 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 71,51 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Peter Dudda - Autor

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

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