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Heizölpreis: Rohölpreis steigt, Heizöl günstiger

2. Mai 2019, Felix Schmidt

Heizölpreis sinkt am Donnerstag 02.05.19

Rohöl zeigt sich unentschlossen. Während Gewinnmitnahmen den Dienstagabend bestimmten, unterstützte die unruhige geopolitische Lage am Mittwoch den Ölkurs. Der DOE-Bericht konnte am Ölmarkt nur wenig bewirken. Der Eurokurs zeigt Stärke. Heizöl ist deshalb heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick

  • US-Ölbestandsdaten: Entspannte Versorgungslage für die USA
  • Venezuela: Putsch-Versuch scheiterte
  • Brent bei 71,92 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 643,25 US-Dollar
  • Euro bei 1,1207 US-Dollar
  • Heizölpreis bei 72,20 Euro / 100L

 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung

 Schärfere US-Sanktionen gegen Iran und Venezuela
 Offene Kämpfe in Libyen
 Sichtbare Aufhellung der Konjunkturstimmung
 OPEC+ Kürzungen bis Mitte des Jahres beschlossen
 Vorerst keine neuen US-Strafzölle gegen China
 China plant erneut Investitionen in die heimische Wirtschaft

 US-Präsident fordert höhere OPEC-Produktion
 US-Schieferölboom zeichnet sich ab
 Russland deutet Produktionssteigerung an
 Kanada und Brasilien fördern wieder mehr Öl

 

 

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE:

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 71,92 US-Dollar. Der Vergleichswert von Dienstag betrug noch 72,27 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Mittwoch bei 71,91 US-Dollar festgesetzt.

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 643,25 US-Dollar. Der Vergleichswert am Dienstag lag bei 630,00 US-Dollar, der Schlusspreis vom Mittwoch bei 635,75 US-Dollar.

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 02.05.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite.

 

Die Preisentwicklung im Überblick

Am Dienstag entließ der Ölkurs die Marktteilnehmer mit Ruhe in den Feiertag, denn deutliche Bewegungen blieben aus. Stattdessen ging der Ölpreis zwar fest aber mit einer steigenden Tendenz aus dem Handel. Dazu trug bei, dass Saudi-Arabien am Dienstag verlauten ließ, die Produktionskürzungen verlängern zu wollen und dass der venezolanische Präsident der Nationalversammlung Guaido zum Putsch gegen den Staatspräsidenten Maduro aufrief.  

Dies stützte den Ölpreis und ließ ihn im Tagesverlauf ansteigen. Allerdings erreichte der Ölkurs keine Höchstwerte und durchbrach auch keine wichtigen Markierungen. Deshalb nahmen die Händler am Abend Gewinne mit, wodurch der Ölpreis etwas über dem morgendlichen Niveau den Tag abschloss.

Während wir in Deutschland den Tag der Arbeit feierten, waren die Märkte der Welt weiterhin in Bewegung. Beherrscht wurden die Ölbörsen am Mittwoch von den preissteigernden Unruhen in Venezuela. Zwar veröffentlichte das Department of Energy (DOE) einen Bericht, der preissenkend wirkte, doch die Reaktion des Marktes darauf war nicht nachhaltig. Angesichts der unruhigen geopolitischen Lage blieb der Ölkurs auch am Mittwoch insgesamt fest und schloss den Tag mit einem leichten Kursplus ab. Die preistreibende Tendenz bleibt demnach weiterhin bestehen.

Der Euro zeigt sich zunehmend kräftiger, was sich trotz steigender Rohölpreise positiv auf den Heizölpreis auswirkt: Er fällt. Diesen Umstand gilt es zu nutzen, sollten Sie nach dem Winter noch leere Heizöltanks haben. Angesichts der steigenden Rohölpreise ist auch ein Anstieg der Heizölpreise nicht ausgeschlossen. Es bietet sich nun die Gelegenheit, die Heizöltanks zu moderaten Preisen aufzufüllen.

Entwicklung Eurokurs

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1207 US-Dollar, am Dienstagmorgen waren es 1,1179 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1199 US-Dollar festgesetzt.

Am gestrigen Mittwoch sorgte der US-Notenbankchef mit einer zuversichtlichen Aussage über die Entwicklung der Weltwirtschaft für Aufwind beim US-Dollar. Dies setzte den Euro-Kurs unter Druck. Allerdings fielen auch die Konjunkturdaten aus Europa überraschend positiv aus, was den Euro wieder stützte und ihn später sogar über die Marke bei 1,12 US-Dollar hob. Ob diese Entwicklung nachhaltig ist, muss sich erst noch zeigen und hängt maßgeblich vom Verlauf des Brexit und des Handelskonflikts zwischen USA und China ab.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik

  • US-Ölbestandsdaten: Entspannte Versorgungslage für die USA
  • Venezuela: Putsch-Versuch scheiterte

US-Ölbestandsveränderungen: Ölförderung und Rohölvorräte steigen weiter

Der gestern veröffentlichte DOE-Bericht sendete klar preissenkende Signale, doch der Ölmarkt zeigte darauf kaum Reaktionen. Während die Ölförderung und die Rohölvorräte weiter anstiegen, sank in der aktuellen Berichtswoche überraschend die Auslastung der Raffinerien. Angesichts des anstehenden Sommers und einer erwarteten höheren Nachfrage nach Benzin sollten die Raffinerien auf Hochtouren laufen. Stattdessen verbrauchen sie weniger Rohöl und die Bestände steigen an. Zusätzlich sind die Importe stärker angestiegen als die Exporte.

DOE-Daten im Überblick

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-18-020519 // Alle Angaben ohne Gewähr

US-Präsident Trump ist bestrebt, den Ölpreis auf einem moderaten Niveau zu halten und ist deshalb in die Öl-Offensive gegangen, um der OPEC nicht die Vorherrschaft über den Ölmarkt zu überlassen und Einfluss auf die Preise zu nehmen. Zurzeit gibt die USA jedoch mehr preissteigernde Einflüsse durch die Sanktionen gegen den Iran und Venezuela, die das Ölangebot verknappen. Die aufbauenden US-Rohölbestände könnten ein Versuch sein, ein Gegengewicht zu schaffen und würden die gesunkene Raffinerieauslastung trotz des anstehenden Sommers erklären. Ob diese Maßnahme wirksam ist, bleibt abzuwarten. Sie führt zwar zu einem preissenkenden Einfluss am Ölmarkt, der hatte in dieser Woche jedoch nur kurzfristige Effekte.  Andererseits könnten die Bestandsaufbauten lediglich dazu beitragen, die USA in eine komfortable Lage bei der Ölversorgung zu versetzen.

Gescheiterter Putsch in Venezuela

Nachdem der international anerkannte Interimspräsident Guaido zum Putsch gegen Staatschef Maduro aufrief, kam es zu einer Rebellion, die allerdings schnell durch das venezolanische Militär zerschlagen wurde. Die korrupte Maduro-Führung zeichnet sich für die scharfen US-Sanktionen gegen Venezuela verantwortlich. Indem die USA den Ölhandel einschränkt und damit den Geldhahn zudreht, will sie Maduro zum Rücktritt bewegen. Dies wird jedoch auf dem Rücken der Bevölkerung ausgetragen, der es sehr schlecht geht. Unruhen und Proteste sind vorprogrammiert, die Lage verschärft sich nach dem gescheiterten Putschversuch nun noch weiter. Auch international ist die Lage in Venezuela umstritten. Während die USA und Europa zu Guaido stehen, unterstützen Russland, die Türkei, China und andere Länder die Regierung von Maduro. Venezuela bietet dadurch viel Konfliktpotenzial , das sich gemeinsam mit den sinkenden Exporten steigernd auf den Ölpreis auswirkt.

Heizölpreisentwicklung

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 72,20 Cent pro Liter Heizöl. Am Dienstag lag der Heizölpreis bei 72,76 Cent pro Liter Heizöl.

Wenn Sie monatliche Zahlungsarten wie den Heizöl-Ratenkauf oder das heiz&SPAR Wärmekonto nutzen wollen, sollten Sie mehr Zeit bis zur Lieferung einplanen. Die Bearbeitungszeit kann durch den Postweg bis zu zwei Wochen in Anspruch nehmen. Ein fixer Liefertermin kann erst nach Freigabe der Finanzierung durch die Bank bzw. Eingang des unterschriebenen Vertrages abgestimmt werden.

Grundsätzlich empfehlen wir Ihnen unseren Service für eine regelmäßige Preisbenachrichtigung zu nutzen oder einen Heizöl-Wunschpreis anzulegen. So können Sie von Preisrückgängen profitieren und günstiger Heizöl bestellen.

Felix Schmidt – Autor

Der Ölmarkt und der Euro-Dollar-Kurs bestimmen Ihren Heizölpreis. Die Märkte bieten täglich Überraschungen. Wir liefern Ihnen die Hintergrundinformationen.

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