US-Ölbestandsaufbauten überraschen – Heizöl günstiger

28. November 2019, Ricarda Altrichter

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Das Department of Energy bestätigte die US-Ölbestandsaufbauten, die das American Petroleum Institute bereits gemeldet hatte. Nach einer konstanten Aufwärtsbewegung trat der Ölpreis nach der Veröffentlichung der DOE-Daten den Weg nach unten an. Heizöl ist heute günstiger.

Ölpreisentwicklung – Wichtiges auf einen Blick 

  • DOE: US-Ölbestände unerwartet gestiegen
  • US-Präsident unterzeichnet Hong Kong Human Rights and Democracy Act
  • Brent bei 63,83 US-Dollar / ICE-Gasoil bei 587,75 US-Dollar 
  • Euro bei 1,1005 US-Dollar


Heizölpreisentwicklung 

  • Heizölpreis bei 67,94 Euro / 100L 

Eine 3.000 Liter Standard-Lieferung kostet aktuell im bundesweiten Durchschnitt rund 67,94 Cent pro Liter Heizöl. Am Mittwoch lag der Heizölpreis bei 68,50 Cent pro Liter Heizöl. 
 

Wesentliche Einflussfaktoren auf die aktuelle Ölpreisentwicklung 

China vermeldet Lösung im Handelskonflikt

OPEC+ offen für Verlängerung der Kürzungen bis Mitte 2020

 

Brexit ungeklärt

EIA und OPEC Monatsberichte

 

Rekordförderung im Golf von Mexiko erwartet

IEA-Monatsbericht meldet mehr US-Öl

Russlands Ölproduktion angeblich gestiegen

US Schieferölproduktion gestiegen

 

Aktuelle Ölpreise an der Londoner Warenterminbörse ICE: 

Der Kurs der europäischen Referenzölsorte Brent notierte am Morgen bei 63,83 US-Dollar. Der Vergleichswert von gestern betrug noch 64,16 US-Dollar, der Schlusspreis wurde am Mittwoch bei 63,08 US-Dollar festgesetzt. 

ICE Gasoil, der maßgebliche Indikator für den inländischen Heizölpreis, stand am Morgen bei 587,75 US-Dollar. Der Vergleichswert am Mittwoch lag bei 590,75 US-Dollar, der Schlusspreis gestern bei 589,50 US-Dollar. 

Heizölpreisentwicklung der letzten 30 Tage Stand: 28.11.2019 // Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Angaben ohne Gewähr. Weitere aktuelle Notierungen finden Sie täglich neu auf unserer Heizölpreisseite
  

Die Preisentwicklung im Überblick 

Nachdem sich bereits am Dienstag eine eher neutrale Stimmung am Ölmarkt durchsetzte, blieb diese bis zum Mittwochmorgen erhalten. Auch am Mittwoch spielten die Ölbestandsdaten des American Petroleum Institute keine tragende Rolle. Der Ölpreis stieg im Laufe des Vormittags stetig an, doch die Marktteilnehmer tendierten dazu, Gewinne mitzunehmen, weshalb die Nordseeölsorte Brent zwar ihr Zwei-Monats-Hoch erreichte, aber ein Durchbruch nach oben ausblieb.

Unterdessen ließ die OPEC verlauten, dass eine Verlängerung der Produktionskürzungen immer wahrscheinlicher werde. Das überraschte die Marktteilnehmer nicht. Sie hatten bereits damit gerechnet und die Verlängerung ist im Ölpreis bereits berücksichtigt, weshalb diese Aussage aus OPEC-Kreisen kaum Einfluss auf den Ölpreis hatte.

Was die API-Bestandsdaten nicht leisteten, brachten die Daten des Department of Energy. Kurz nach der Veröffentlichung gab der Ölpreis deutlich nach. Vor allem die Ölförderung auf Rekordniveau hatte hier wohl einen entscheidenden Einfluss. Noch am Nachmittag lag der Ölpreis auf dem höchsten Stad seit zwei Monaten. Am Abend erreichte er sein Tagestief und beendete schließlich unter dem Tagesstartpreis den Handelstag.

Bleibt die Nachrichtenlage ruhig, ist für den Rest der Woche mit einem eher wenig bewegten Ölpreis zu rechnen, da in den USA heute Thanksgiving gefeiert wird und der Black Friday von zahlreichen US-Amerikanern als Brückentag genutzt wird. Für den hiesigen Heizölpreis ist jedoch auch der Eurokurs ein Einflussfaktor. Neue Konjunkturdaten können heute noch Veränderungen des Heizölpreises bewirken. Nutzen Sie das aktuell moderate Niveau, um den Heizöltank zu füllen.

Entwicklung Eurokurs 

Zum Tagesstart kostete der Euro 1,1005 US-Dollar, am Mittwochmorgen waren es 1,1009 US-Dollar. Der Referenzpreis der EZB wurde für Mittwoch bei 1,1007 US-Dollar festgesetzt. 

Der Euro zeigt sich fest in seiner abwartenden Haltung. Heute werden neue Konjunkturdaten aus der Eurozone erwartet, die wieder Schwung in den Eurokurs bringen können. Bis dahin sind weiterhin kaum Veränderungen zu erwarten.

 

Im Detail: Einflussfaktoren am Markt und in der Politik 

  • DOE: Überraschender Aufbau der US-Ölbestände
  • US-Präsident unterzeichnet Hong Kong Human Rights and Democracy Act

 

DOE: Rohölförderung auf Rekordniveau

Die US-Ölbestandsdaten laut DOE bestätigen die Zahlen des API in Teilen. Die Rohölvorräte sind nicht ganz so stark gestiegen, wie es das API angenommen hatte. Dafür fielen die Benzinvorräte höher aus. Der Grund für die unerwartete Bestandszunahme ist möglicherweise die Rohölförderung der USA, die auf ein Rekordniveau angestiegen ist. Besonders dieser Aspekt wirkt sich senkend auf den Ölpreis aus. Vermutlich ist dies jedoch kein nachhaltiger Effekt, sodass der Preisnachlass ohne weitere Einflüsse wenig Bestand haben könnte.

DOE-Bericht-US-Ölmarkt-Kalenderwoche-48-281119 // Alle Angaben ohne Gewähr

US-Präsident Trump trübt Optimismus im Handelskonflikt

In den vergangenen Tagen zeigte sich viel Optimismus im Bezug auf den USA-China-Handelskonflikt. US-Präsident Trump trübte diesen Optimismus nun. Er unterschrieb den Hong Kong Human Rights and Democracy Act, der es ihm ermöglicht, Sanktionen gegen die Sicherheitskräfte Chinas in Hongkong zu verhängen. China sieht das natürlich gar nicht gern und Auswirkungen auf den Handelskonflikt sind darum nicht ausgeschlossen.

Obwohl US-Präsident Trump mit diesem Gesetz ein Signal sendet, das nicht auf eine positive Einigung im Handelsstreit hindeutet, bleibt der Ölmarkt optimistisch. Der Glaube an ein zufriedenstellendes Handelsabkommen ist in vielen Reihen der Marktteilnehmer bislang ungebrochen und stützt derzeit noch den Ölpreis. Erste Analysten gehen jedoch davon aus, dass diese Stütze künftig nicht mehr so stark sein wird.

 

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